Sport ist vielerorts bekannt als Motor für Integration – und doch gibt es Schwierigkeiten und Hürden, die verhindern, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vollumfänglich Sportangebote nutzen können. Die Kooperation zwischen dem Osnabrücker Sportclub und dem Bildungsverein „Meine Bildung und Ich“ kämpft mit ihrer neuen gemeinsam Kinballmannschaft aktiv dagegen an.
Besonderer Fokus auf Gemeinschaft und Teamgeist
Doch was versteckt sich hinter der Sportart Kinball? Es funktioniert wie folgt: Es gibt immer drei Mannschaften, die versuchen den riesigen 1,22 m großen Ball so lange wie möglich in der eigenen Mannschaft zu behalten ohne, dass dieser den Boden berührt. Die junge Mannschaftssportart aus Kanada ist somit nicht nur einfach zu erlernen, sondern setzt besonderen Wert auf die Förderung sozialer Kompetenzen wie Respekt, Teamwork, Fairplay und Barrierefreiheit –„genau die Barrieren, die häufig auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte die Teilnahme in Sportvereinen erschweren”, betont Fiona Stahl, Sportliche Leitung des OSC. Kinball unterscheidet sich von vielen klassischen Mannschaftssportarten durch seinen besonderen Fokus auf Gemeinschaft und Teamgeist: Die Sportart kann nur dann richtig gespielt werden, wenn alle Spieler*innen aktiv einbezogen werden.
Kooperation ist Teil des Projekts „Vielfalt in Motion“
Mittlerweile trainiert Trainer Stefan Eggert die Gruppe von Zugewanderten ehrenamtlich seit Dezember 2025. Mit seiner Leidenschaft hat er nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch Stahl als Sportliche Leitung, wie auch den Vereinsvorsitzenden von Meine Bildung und Ich e. V., Mahmoud Farrag angesteckt, die nun zu dritt dabei sind, die erste Kinballmannschaft in Osnabrück aufzustellen. Die Kooperation ist Teil des Projekts „Vielfalt in Motion“, das von der Deutschen Fernsehlotterie und der Niedersächsischen Lotto Sport Stiftung gefördert wird. „Ziel unseres Projekts ist es, Menschen mit Migrationsgeschichte nicht nur für den Sport zu begeistern, sondern sie auch langfristig in Vereinsstrukturen einzubinden”, sagt Projektmitarbeiterin Lejla Kuč hierzu. „Deutlich sichtbar wird das bei unseren aktuellen Stammspieler*innen: Alle sechs regelmäßigen Teilnehmenden der Kinballgruppe befinden im Prozess, dem OSC als feste Vereinsmitglieder beizutreten”, berichtet Vorsitzender Mahmoud Farrag stolz. Nächster Schritt: Auf’s Turnier! Trainer Stefan Eggert ist überzeugt, dass die Gruppe das Zeug dazu hat.
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