Die EU-Kommission bereitet nach Informationen aus Brüssel Ausgleichszölle auf chinesische Hybridfahrzeuge vor, um ein Ausweichen chinesischer Hersteller auf diese Antriebsform zu unterbinden. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitagausgabe) soll damit eine Lücke geschlossen werden, die nach Einführung von Zöllen auf chinesische Elektroautos entstanden ist.
Untersuchung vorbereitet, rasche Entscheidung möglich
Die EU-Kommission will Ausgleichszölle gegen chinesische Hybridautos verhängen. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf hochrangige EU-Beamte und Industriekreise.
Die Untersuchung sei bereits vorbereitet, sagten drei Beteiligte dem Blatt. Daher könne die EU-Kommission rasch Zölle verhängen, sobald eine Mehrheit der EU-Staaten zustimmt. Ziel seien zusätzliche Ausgleichszölle auf Fahrzeuge chinesischer Hersteller wie BYD, Chery und SAIC.
Reaktion auf Ausweichen chinesischer Hersteller
Die EU erhebt seit Mitte 2024 Ausgleichszölle gegen subventionierte chinesische E-Autos. Seitdem seien viele chinesische Hersteller dazu übergegangen, Hybridautos in die EU zu exportieren, um so die Zölle zu vermeiden, hieß es.
Industrie fordert Schließen von Schlupflöchern
Auch die europäische Industrie sieht Handlungsbedarf. „Die Chinesen waren da sehr agil, die haben schnell das Schlupfloch gesehen und ausgenutzt“, sagte ein Industriemanager dem „Handelsblatt“. Es sei eine offene Flanke. Die EU müsse sie schließen.
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