Die Europäische Kommission startet die Ausschreibung für Hochleistungsrechenzentren für Künstliche Intelligenz. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär betont, Deutschland wolle Standort einer solchen Gigafactory werden. Auch Bayern und Nordrhein-Westfalen zeigen Interesse.
Bär: Rahmenbedingungen sind geschaffen
Es sei "klares Ziel der Bundesregierung", dass Deutschland Standort einer Gigafactory werde, sagte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) dem "Handelsblatt". Die Rahmenbedingungen seien geschaffen. "Nun sind die Konsortien gefragt, sich im Wettbewerb durchzusetzen."
Bär zeigte sich "zuversichtlich", dass es "schlagkräftige" deutsche Bewerbungen geben werde. "Deutschland benötigt eine erstklassige KI-Infrastruktur, um langfristig ein globaler Technologieführer in der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz zu sein", formulierte sie ihre Erwartung.
Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) zeigte sich ebenfalls erfreut. „Wir werden die Ausschreibung sorgfältig prüfen“, sagte er der Zeitung. Bayern habe „größtes Interesse“ an der Errichtung einer KI-Gigafabrik mit dem Standort Schweinfurt. Das Land engagiert sich selbst in einem Konsortium.
Neben Bayern hofft auch Nordrhein-Westfalen auf erfolgreiche Bewerbungen im eigenen Land. Eine Sprecherin der Landesregierung begrüßte die Veröffentlichung der Ausschreibung. Das Land sei mit zwei Konsortien in "guten und vertrauensvollen Gesprächen", sagte sie der Zeitung. Ob sie anträten, bleibe abzuwarten. "Sollten die Konsortien sich zu einer Bewerbung entschließen, wird die Landesregierung die jeweilige Bewerbung nach Kräften unterstützen."