Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, fordert eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Neben einer Verdoppelung des Taschengeldes im Freiwilligendienst mahnt er einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung für ehrenamtliche Helfer an. Ziel sei es, mehr junge Menschen für ein Engagement im Gemeinwesen zu gewinnen und den Dienst gegenüber dem finanziell attraktiveren Wehrdienst konkurrenzfähiger zu machen.
Forderung nach höherem Taschengeld im Freiwilligendienst
DRK-Präsident Hermann Gröhe dringt auf eine Verdoppelung des Taschengeldes für junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Dies sei auch nötig, um angesichts des finanziell lukrativen Wehrdienstes genügend Freiwillige zu gewinnen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).
„Hier muss in der Tat mehr geschehen“, so Gröhe gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Bei einem Taschengeld von ungefähr 400 Euro im Freiwilligendienst könnten sich wahrlich nicht alle jungen Menschen einen solchen Dienst an unserem Gemeinwesen leisten.
Nach den Vorstellungen von Gröhe sollte dieses Taschengeld mindestens die Höhe des Bafög-Höchstsatzes von rund 990 Euro haben. Hinzukommen sollte ein Deutschlandticket. Das wäre insgesamt noch immer weit weniger als der Wehrsold von 2.600 Euro. „Dies würde aber die Möglichkeiten für junge Menschen erhöhen, einen Freiwilligendienst zu machen, auch wenn sie aus Familien kommen, die jeden Cent umdrehen müssten“, so Gröhe laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Gesetzlicher Anspruch auf Freistellung gefordert
Für ehrenamtliche Helfer beim Roten Kreuz mahnte DRK-Präsident Gröhe zudem einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung von ihren Arbeitgebern an. Man habe einen erfreulichen Zuwachs bei den Helfern. „Und mehr als jede dritte Person davon ist unter 30 Jahre alt. Diese Freiwilligen haben wahrlich Rückenwind verdient“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Anders als bei Feuerwehr und THW gebe es jedoch für die Ausbildung in den anerkannten Hilfsorganisationen keinen einheitlich geregelten Anspruch auf Freistellung. Das sei ungerecht und müsse sich ändern – zumal, wenn man in den Blick nehme, was die Menschen leisten. Man werde sich immer wieder anstrengen müssen, Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen und zu halten, so Gröhe gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Hunderttausende engagierte Freiwillige
Das Deutsche Rote Kreuz hat insgesamt 470.000 Freiwillige.
✨ mit KI bearbeitet