Deutsche Unternehmen haben ihre Direktinvestitionen in den USA im ersten Halbjahr 2026 drastisch reduziert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank das Volumen um 65 Prozent. Seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 beträgt der Rückgang sogar knapp 80 Prozent.
Rückgang auf 4,3 Milliarden Euro
Im ersten Halbjahr 2026 flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro von deutschen Unternehmen in die USA. Das geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Bundesbank-Daten hervor. Vor der Pandemie lag der Durchschnittswert für ein erstes Halbjahr bei 15,8 Milliarden Euro.
Im Gesamtjahr 2025 zeigte sich ein auffälliges Muster: Direktinvestitionskredite und reinvestierte Gewinne fielen überdurchschnittlich hoch aus, während das Beteiligungskapital unterdurchschnittlich blieb. Unternehmen, die bereits in den USA aktiv sind, investierten ihre dortigen Gewinne weiterhin im Land, zögerten jedoch bei der Neuanlage von Kapital.