Der Dax ist am Donnerstag mit Verlusten in den Handel gestartet, hat diese in den ersten Minuten jedoch etwas eingedämmt. Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zu rückläufigen Einzelhandelsumsätzen sowie steigende Energiepreise belasten die Stimmung an den Märkten. Gleichzeitig legten Euro und Ölpreis am Morgen deutlich zu.
Schwacher Handelsstart des Dax
Der Dax notierte am Donnerstag kurz nach 9:30 Uhr bei 23.880 Punkten im Frankfurter Börsensaal und lag damit 0,3 Prozent unter dem Vortagesschluss. Damit verringerte der Leitindex seine anfänglichen Verluste leicht, blieb aber im Minus.
Rückgang im Einzelhandel und Sorge um Konsum
Sorgen bereiten Anlegern neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Nach einer vorläufigen Schätzung sind die Einzelhandelsumsätze im März real um zwei Prozent gegenüber dem Februar gesunken. „Die Einzelhandelsumsätze für den März geben einen Vorgeschmack auf die wirtschaftlichen Schäden Iran-Krieges“, sagte Thomas Gitzel von der VP Bank. „Bleibt mehr Geld an der Tankstelle liegen, bleibt weniger übrig für anderweitigen Konsum.“
Der private Konsum litt im März unter einem Kaufkraftentzug aufgrund höherer Energiepreise, was den Angaben zufolge auch negative Wachstumsimplikationen hat. „Mittlerweile wird auch immer deutlicher, dass es zu Zweitrundeneffekte kommen wird. Das will heißen: Die Unternehmen wälzen ihre höheren Einkaufspreise auf ihre Verkaufspreise über.“ Steigen die Preise breitflächig, werde dies auch in den kommenden Quartalen auf dem privaten Konsum lasten, sagte Gitzel (VP Bank).
Euro etwas fester, Ölpreis deutlich im Plus
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmorgen leicht fester: Ein Euro kostete 1,1677 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8564 Euro zu haben. Am Rohölmarkt kletterten die Preise deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 121,80 US-Dollar, das waren 3,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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