Das schlechte Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist nach Ansicht von Serap Güler auch ein Denkzettel für die Bundespolitik. Die Mitglied des Bundesvorstandes der CDU sagte am Montag bei ntv, sie habe Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) „noch nie so erlebt“. „Aber wir hatten auch bisher noch nie so einen Tag in Deutschland“, fügte sie hinzu.
Bundesregierung in der Pflicht
Güler äußerte die Hoffnung, dass sich so ein Tag nicht wiederhole. Dies sei aber nicht die alleinige Aufgabe von Friedrich Merz. Der Kanzler nehme das Ergebnis "sehr, sehr ernst" und habe dies sowohl im Bundesvorstand als auch in der Bundestagsfraktion "sehr, sehr deutlich" gemacht, so Güler.
Das schlechte CDU-Ergebnis lasse sich aus Gülers Sicht auch nicht allein dem Spitzenkandidaten und bisherigen Ministerpräsidenten Sven Schulze zuschreiben. „Ich würde das jetzt nicht auf Sven Schulze persönlich schieben wollen“, sagte sie. Wenn 60 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt sagten, das Ergebnis habe auch mit der Bundesregierung zu tun, dann müsse sich die Bundesregierung dem schon stellen. Am Ende sei es aber auch die Unzufriedenheit mit allen Parteien gewesen, die bisher irgendwo regiert und Verantwortung getragen hätten.