Die Linken-Spitzenkandidatin für die Berliner Bürgermeisterwahl, Elif Eralp, wirft dem BSW vor, durch sein Abstimmungsverhalten einer AfD-Regierung den Weg zu bereiten. Sie begründet ihre Kritik mit migrationspolitischen Differenzen und verweist auf frühere Konflikte in ihrer Partei.
Kritik an BSW und Verweis auf eigene Geschichte
"Das ist eine absolute Katastrophe", sagte Eralp am Montag in der ntv-Sendung "Pinar Atalay„.
Sie sei 2017 in die Linke eingetreten, nachdem die AfD erstmals in den Bundestag eingezogen war und sie migrationsfeindliche Positionen der damaligen Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht wahrgenommen habe.
Mobilisierung gegen Wagenknecht und aktuelle Gefahr
"Genau aus diesen Gründen – für eine migrationsfreundliche Politik auf Grundlage von Menschenrechten – habe ich damals gegen Wagenknecht in der Partei mobilisiert, für eine andere Form der Politik", so Eralp. "Ich habe damals gesagt: Dieser Weg führt nach rechts".
Nun bestehe "genau die große Gefahr", dass das BSW "zum Steigbügelhalter einer AfD-Regierung" werde.