Die Bundesregierung hat die Einführung der Frühstartrente beschlossen. Damit sollen Kinder in Deutschland ein Startkapital für die private Altersvorsorge erhalten. Das Kabinett unter Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) gab am Mittwoch grünes Licht.
Monatliche Einzahlungen und steuerfreie Erträge
Der Bund soll für jedes Kind ab dem sechsten Lebensjahr bis zur Volljährigkeit monatlich 10 Euro in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot einzahlen. Die Frühstartrente soll Kindern Vermögensaufbau unabhängig vom Elternhaus ermöglichen. Gefördert werden ausschließlich zertifizierte Verträge mit effektivem Kostendeckel sowie ohne Abschluss- und Vertriebskosten bis zur Volljährigkeit.
Kinder, für die von den Eltern kein Depot eröffnet wird, sollen von der Frühstartrentenförderung im Rahmen einer staatlichen kollektiven Anlage profitieren. "Wir wollen, dass alle besser und früher für das Alter vorsorgen können", sagte Klingbeil. Kinder sollten unabhängig vom Elternhaus Vermögen aufbauen können. "Die Frühstartrente ist ein wichtiger Beitrag für eine bessere Altersvorsorge und mehr Chancengleichheit."
Die Erträge aus den Depots bleiben bis zur Auszahlungsphase steuerfrei. Die Auszahlung erfolgt frühestens ab dem 65. Lebensjahr. Zuzahlungen sind bis zu 6.840 Euro pro Jahr möglich. Die Reform der privaten Altersvorsorge soll ab 2027 starten.