Die Bundesregierung will mit der Frühstartrente Kinder ab sechs Jahren an die kapitalgedeckte Altersvorsorge heranführen. Die Linke wirft ihr Symbolpolitik und falsche Prioritäten vor.
Kritik an steuerlicher Begünstigung
Die rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Vollath, sagte der Rheinischen Post: „Die Frühstartrente ist nichts anderes als Symbolpolitik, mit der die Bundesregierung schon die Jüngsten in der Gesellschaft an den Kapitalmarkt binden will.“ Wohlhabende Eltern, die zusätzliche Eigenbeiträge entrichten könnten, würden obendrauf steuerlich begünstigt, während ärmere Familien das Nachsehen hätten.
Vollath betonte, die Frühstartrente helfe weder dabei, das Rentensystem zu stabilisieren, noch könne sie die steigende Altersarmut wirksam bekämpfen. "Die Bundesregierung verpulvert Milliarden für ein Sinnlos-Projekt wie die Frühstartrente und kürzt gleichzeitig beim Bundeszuschuss an die Rentenversicherung. Das ist eine völlig falsche Prioritätensetzung."
Mit der Frühstartrente will die Bundesregierung Kinder bereits ab dem sechsten Lebensjahr an die kapitalgedeckte Altersvorsorge heranführen. Bis zum 18. Geburtstag eines Kindes soll der Staat monatlich zehn Euro in ein zertifiziertes Vorsorgeprodukt einzahlen.