Der Anbau des Bundesratsgebäudes in Berlin mit neuem Besucherzentrum verzögert sich erneut und wird voraussichtlich erst Ende des ersten Quartals 2029 fertiggestellt. Gründe sind nach Angaben des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) vor allem Probleme bei der Vergabe für die Wärmeversorgung und technische Herausforderungen bei der Fassade. Das Bauprojekt, dessen Kosten sich auf rund 223 Millionen Euro belaufen, nähert sich damit einer Bauzeit von zehn Jahren.
Vergabeverfahren und Sicherheitsanforderungen bremsen Zeitplan
Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) dem „Spiegel“ mitteilte, musste für die Wärmeversorgung des Gebäudes an der Leipziger Straße in Berlin-Mitte „ein umfangreiches Vergabeverfahren mangels ausreichender Eignungsnachweise der Bietenden aufgehoben und erneut durchgeführt werden“.
Auch durch die „komplexe Metall-Glas-Fassade“ verzögere sich der Bau, erklärte das BBR laut „Spiegel“. Hohe Sicherheitsanforderungen hätten „spezielle Planungs- und Produktionsprozesse“ nach sich gezogen, was andere Gewerke, etwa beim Innenausbau, behindere. Um den Verzug aufzuholen, „wurden die Fensteröffnungen des Neubaus größtenteils behelfsmäßig verschlossen“, so das BBR gegenüber dem „Spiegel“.
Übergabe nun für 2029 vorgesehen
Dennoch verzögert sich der Bau erneut. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2024 geplant, später wurde der Termin auf 2028 verschoben. Nun ist die Übergabe laut BBR-Angaben an den „Spiegel“ für das Ende des ersten Quartals 2029 angekündigt.
Das rund 223 Millionen Euro teure Projekt nähert sich damit zehn Jahren Bauzeit. Der Anbau soll eine Lücke zwischen dem Leipziger Platz und dem Preußischen Herrenhaus schließen, in dem der Bundesrat seit 2000 tagt.
Funktion des Anbaus und Lage in Berlin-Mitte
Der im Bau befindliche Anbau umfasst ein neues Besucherzentrum für den Bundesrat und entsteht an der Leipziger Straße in Berlin-Mitte. Mit dem Gebäude soll die bauliche Lücke zwischen dem Leipziger Platz und dem Preußischen Herrenhaus geschlossen werden. In diesem historischen Gebäude tagt der Bundesrat seit dem Jahr 2000.