Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag seinen neuen Amtssitz am Spreebogen nahe dem Berliner Hauptbahnhof bezogen. Grund ist die umfassende Sanierung von Schloss Bellevue, die nach aktuellem Stand bis zu acht Jahre dauern und rund 600 Millionen Euro kosten soll. Während seiner bis 2027 laufenden Amtszeit wird Steinmeier nicht nach Bellevue zurückkehren können. Auch ein möglicher Nachfolger könnte den traditionellen Amtssitz frühestens in einer zweiten Amtszeit wieder nutzen.
Neuer Amtssitz am Spreebogen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen neuen Amtssitz an der Elisabeth-Abegg-Straße im Berliner Spreebogen in der Nähe des Hauptbahnhofs bezogen. Der Umzug wurde notwendig, da sein bisheriger Amtssitz, Schloss Bellevue, grundlegend saniert werden muss.
Die Sanierung soll nach aktuellem Stand bis zu acht Jahre dauern. Steinmeier wird in seiner Amtszeit, die 2027 endet, nicht mehr ins Schloss Bellevue zurückkehren. Auch sein Nachfolger wird den angestammten Sitz des Staatsoberhaupts nur dann nutzen können, wenn er nach fünf Jahren für eine zweite Amtszeit gewählt wird.
Umfangreiche Sanierung von Schloss Bellevue
Schloss Bellevue fungiert seit 1994 als erster Amtssitz des Bundespräsidenten. Nun wird die komplette Liegenschaft mitsamt Verwaltungsgebäude, Hauptwache, Außenanlagen und Infrastruktur grundlegend saniert.
Derzeit sind dafür Kosten von insgesamt rund 600 Millionen Euro veranschlagt. Nach der Rückkehr des Präsidenten nach Bellevue soll der Büroneubau in der Elisabeth-Abegg-Straße anderen Bundesbehörden zur Nutzung bereitgestellt werden.
Kritik an Kosten – Reaktion des Bundespräsidialamts
Kritik gab es an den hohen Kosten für die Sanierung. Der Bund der Steuerzahler meldete Zweifel an, „ob die veranschlagten Millionen am Ende ausreichen werden“ (Quelle: Bund der Steuerzahler).
Das Bundespräsidialamt erwiderte, „dass die umfangreiche Sanierung des Schlosses in dieser Form nötig sei“ (Quelle: Bundespräsidialamt).
