Die Bundesregierung hat ein Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Das Kabinett gab am Mittwoch die Pläne von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) frei, die die deutsche Wirtschaft in einem relevanten Bereich stärken sollen. Bis 2027 sollen dafür zwölf zentrale Maßnahmen umgesetzt werden, bis 2029 stehen 260 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) bereit.
Zwölf Maßnahmen für stärkere Kreislaufwirtschaft
Die Bundesregierung will bis Ende 2027 zwölf zentrale Maßnahmen vorantreiben, die die deutsche Wirtschaft mittelfristig in einem relevanten Bereich stärken sollen. Wesentliche Elemente des Aktionsprogramms sind der Aufbau einer Plattform für zentrale Wirtschaftsakteure sowie ein Förderprogramm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“.
Bis 2029 sind für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaftsstrategie insgesamt 260 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) eingeplant.
Kreislaufwirtschaft als Wirtschaftsfaktor
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die deutsche Wirtschaft. „Kreislaufwirtschaft ist heute mehr als nur Dosenpfand und Abfalltrennung“, sagte Schneider. „Es ist ein börsenrelevanter Wirtschaftsfaktor geworden.“
Schneider verwies auf Beispiele aus der Industrie: Er denke etwa an Industrieanlagen, die dank KI-Einsatz große Mengen an Material sparen, oder an das Recycling von Batterien. Kreislaufwirtschaft sei eine bedeutende Branche. „Alleine in diesem Jahr habe man dort eine Wertschöpfung von 60 Milliarden Euro“, so Schneider.
Plattform und Förderprogramm im Mittelpunkt
Kern des Aktionsprogramms sind nach Regierungsangaben eine neu aufzubauende Plattform für zentrale Wirtschaftsakteure und das Förderprogramm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“. Beide Elemente sollen dazu beitragen, die im Programm genannten zwölf Maßnahmen umzusetzen und die geplante Wertschöpfung in der Kreislaufwirtschaft weiter zu unterstützen.
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