Das Bundesverkehrsministerium hat ein neues Förderprogramm zur Errichtung von Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern gestartet. Ziel ist es, den Zugang zu Lademöglichkeiten für die Bewohner von rund 20 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern zu verbessern, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. Gefördert werden sowohl Anschaffung als auch Installation privater Ladeinfrastruktur, einschließlich baulicher Maßnahmen und Netzanschlüssen. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 500 Millionen Euro.
Förderung für Millionen Wohnungen und Stellplätze
Zu den rund 20 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern gehören nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums etwa neun Millionen Stellplätze, von denen viele noch nicht mit Ladeinfrastruktur ausgestattet sind. Das Ministerium sieht darin ein erhebliches Potenzial für den Ausbau der Elektromobilität im privaten Umfeld.
Gefördert werden die Anschaffung und Installation privater Ladeinfrastruktur wie Wallboxen und die erforderlichen technischen Komponenten. Auch Netzanschlüsse und notwendige bauliche Maßnahmen sind förderfähig, teilte das Ministerium mit. Die Ladeleistung pro Ladepunkt darf maximal 22 kW betragen.
Anträge ab sofort möglich
Anträge können nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums ab sofort gestellt werden. Antragsberechtigt sind Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Unternehmen sowie Privateigentümer von vermietetem Wohneigentum, Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen mit größerem Wohnungsbestand.
Die Anträge von Wohnungseigentümergemeinschaften sowie kleinen und mittleren Unternehmen werden unmittelbar nach Antragseingang bearbeitet, heißt es weiter. Für Unternehmen mit großem Wohnungsbestand ist hingegen ein wettbewerbliches Verfahren vorgesehen.
Ministerium will Alltagstauglichkeit erhöhen
Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister, erklärte laut Mitteilung des Ministeriums, dass mit dem Programm „die Elektromobilität entscheidend vorangebracht und ihre Nutzerfreundlichkeit gesteigert“ werde. Die Förderung solle „die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität in den Alltag der Menschen bringen, die in Mehrparteienhäusern leben“, sagte Schnieder nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums.
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