Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor möglichen wirtschaftlichen Schäden durch eine Regierungsbeteiligung der AfD. BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner verweist auf Risiken für Investitionen, den Fachkräftemarkt und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Sie sieht insbesondere die Gefahr, dass qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland abgeschreckt werden. Die Aussagen tätigte sie im Gespräch mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben).
BDI warnt vor „fataler“ Regierungsbeteiligung der AfD
BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben), eine Regierungsbeteiligung der AfD wäre „fatal“. Die Partei biete nach ihrer Einschätzung keine tragfähigen Konzepte für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.
Sorge um Fachkräftemangel und Investitionen
Gönner verwies auf den zunehmenden Mangel an Arbeitskräften. „Deshalb können wir es uns nicht leisten, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland abzuschrecken“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Aus ihrer Sicht würde der Kurs der AfD Investitionen erschweren, Verunsicherung schaffen und den Standort schwächen, statt Wachstum zu fördern.
Rolle von EU, Bund und Ländern für den Wirtschaftsstandort
Gönner erklärte zudem, der rechtliche Rahmen für die Bedingungen am Standort werde vor allem von der Europäischen Union und dem Bund gesetzt. Es gebe einen „stabilen Rechtsstaat auf allen Ebenen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Gleichzeitig betonte sie, dass Landesregierungen das Klima eines Standorts vor Ort prägten und damit Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung nähmen.
