Australien und Fidschi haben ein neues Verteidigungsbündnis geschlossen, das beide Staaten zu gegenseitigem militärischem Beistand im Falle eines Angriffs verpflichtet. Das Abkommen, das vor dem Hintergrund des wachsenden chinesischen Einflusses im Pazifik steht, wurde am Montag in Fidschis Hauptstadt Suva unterzeichnet und trägt den Namen "Ocean of Peace Alliance".
Verteidigungsbündnis in Suva besiegelt
In Suva unterzeichneten die Premierminister Anthony Albanese und Sitiveni Rabuka das neue Verteidigungsabkommen zwischen Australien und Fidschi. Beide Länder sichern sich darin zu, einander militärisch zu unterstützen, sollte eines von ihnen angegriffen werden.
Die „Ocean of Peace Alliance“ ist das erste Verteidigungsbündnis dieser Art für Fidschi. Der Inselstaat wird damit nach den USA, Neuseeland und Papua-Neuguinea der vierte formelle Verbündete Australiens.
"Keine höhere Verpflichtung"
Der australische Premierminister Anthony Albanese erklärte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen laut dts Nachrichtenagentur: „Die Allianz führt gegenseitige Verteidigungspflichten ein. Es gibt keine höhere Verpflichtung, als einander in der Not beizustehen.“ Ein Angriff auf Fidschi von außen werde die volle Unterstützung Australiens für das Land und seine Souveränität auslösen, so Albanese weiter, wie die dts Nachrichtenagentur berichtete.
Reaktion auf wachsenden Einfluss Chinas
Das Abkommen fällt in eine Zeit, in der China seine wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen im Pazifik ausbaut. Canberra sieht sich nach Angaben der dts Nachrichtenagentur in einem „permanenten Wettbewerb“ mit Peking und versucht, dessen Einfluss durch eigene Sicherheitsabkommen mit den Pazifikstaaten einzudämmen. Erst in der vergangenen Woche hatte Australien ein Sicherheitsabkommen mit Vanuatu geschlossen.
Die unterzeichnete Vereinbarung enthält einen Artikel zur gegenseitigen Verteidigung, der festlegt, dass ein bewaffneter Angriff auf eines der beiden Länder im Pazifik als Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit des anderen angesehen würde. Wie die dts Nachrichtenagentur weiter meldet, steht das Bündnis auch anderen pazifischen Nationen offen, die der „Ocean of Peace Alliance“ beitreten können.
