Feuerwehrkräfte kämpfen in Unterfranken und der Eifel gegen Flammen.
In Unterfranken und Nordrhein-Westfalen kämpfen Einsatzkräfte weiterhin gegen große Waldbrände. Im unterfränkischen Waldaschaff geht der Großeinsatz wegen eines Wald- und Wiesenbrands weiter, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Das Feuer breitete sich seit Samstagabend von anfänglich fünf auf knapp 29 Hektar aus. Bis zu 600 Einsatzkräfte waren im Einsatz, darunter fast alle Feuerwehren des Landkreises Aschaffenburg. Die Nachlöscharbeiten gestalten sich aufgrund der Hanglage und des vielen Totholzes schwierig, wie Kreisbrandmeister Benedict Rottmann erklärte. Glutnester müssen einzeln aufgespürt und gelöscht werden, was bei Temperaturen von bis zu 38 Grad eine extreme Belastung für die Kräfte darstellt.
Polizei ermittelt Ursache des Waldbrandes
Die Integrierte Leitstelle gab zwischenzeitlich Entwarnung für die Rauchentwicklung, warnte aber weiterhin vor erhöhter Baumbruchgefahr im betroffenen Waldgebiet. Spaziergänger sollen das Areal meiden. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung liegen laut Polizei nicht vor, die Ermittlungen zur Ursache laufen noch. Zuvor hatte es bereits zwei weitere Waldbrände in Unterfranken gegeben, die unter Kontrolle gebracht werden konnten. Ein Brand bei Rothhausen im Landkreis Rhön-Grabfeld war bereits am Freitagabend ausgebrochen und auf etwa einem Hektar Fläche gelöscht worden. Zwei Feuerwehrleute wurden dabei leicht verletzt.
Größter Waldbrand in NRW mit 300 Hektar Fläche
In der Eifel bei Hürtgenwald wütet unterdessen der größte jemals dokumentierte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen. Wie die Tagesschau berichtet, sind rund 300 Hektar Wald betroffen. Bis zu 1.800 Einsatzkräfte, darunter auch Löschhubschrauber, bekämpften die Flammen. Die Lage habe sich zwar leicht entspannt, doch Glutnester müssten weiterhin eingedämmt werden. Bundeskanzler Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigten sich besorgt und dankten den Helfern. Die Löscharbeiten werden durch die Belastung des Geländes mit Weltkriegsmunition erschwert, da Einsatzkräfte befestigte Wege nicht verlassen dürfen.
Ermittler suchen nach der Ursache
Auch in Belgien brennt es im Hohen Venn nahe der deutschen Grenze. Die Stadt Monschau rief Bewohner mehrerer Ortsteile auf, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten, wie die Welt berichtet. Die Flammenfront war zeitweise nur noch drei Kilometer von der Grenze entfernt. Die belgischen Behörden evakuierten bereits mehrere Gemeinden. Die Feuerwehr in Monschau geht aktuell nicht von einem Übergreifen der Flammen auf deutsches Gebiet aus, beobachtet die Lage aber weiterhin genau.