Audi prüft nach Informationen aus Konzernkreisen eine Senkung seines mittelfristigen Absatzziels. Statt bis zu 2,2 Millionen Fahrzeugen pro Jahr plant der Vorstand demnach nur noch mit bestenfalls zwei Millionen produzierten Autos. Hintergrund sind unter anderem sinkende Absätze in wichtigen Märkten und geopolitische Krisen. Offiziell will sich das Unternehmen jedoch nicht auf eine konkrete Zielgröße festlegen.
Anpassung der Produktionsziele im Volkswagen-Konzern
Audi erwägt nach einem Bericht des „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise, das bisherige Absatzziel zu reduzieren. Statt bis zu 2,2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr plane der Vorstand um Gernot Döllner
Begründet werde die geplante Anpassung demnach auch mit sinkenden Absätzen in China, der Krise im Nahen Osten und den US-Strafzöllen. „Die Welt hat sich in den vergangenen Monaten stark verändert. Die schlechten Rahmenbedingungen bremsen unsere Wachstumsabsichten aus“, sagte ein ranghoher Entscheider bei Audi dem „Handelsblatt“.
Offizielle Zurückhaltung bei konkreten Zahlen
Auf Anfrage der Zeitung teilte der Autobauer mit, dass man sich aktuell nicht auf eine Zahl festlegen werde. „Die Zahl der weltweit ausgelieferten Fahrzeuge ist nicht die alles entscheidende Größe. Wichtig ist, profitabel zu wachsen“, so das Unternehmen gegenüber dem „Handelsblatt“.
Im vergangenen Jahr hat Audi nach Unternehmensangaben rund 1,6 Millionen Fahrzeuge verkauft. In diesem Jahr sind die Zulassungen in China bis Ende Mai um rund 14 Prozent gesunken, in den USA um 12,5 Prozent, wie Zahlen des Datenanbieters Marklines zeigen.
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