Die AfD liegt in der von Forsa gemessenen Wählergunst erneut vor der Union. In der aktuellen Umfrage für RTL und ntv verliert die Union an Zustimmung, während AfD, Grüne und SPD ihre Werte halten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verzeichnet zugleich einen neuen Tiefpunkt bei der Zufriedenheit mit seiner Arbeit, auch in den eigenen Reihen. Forsa hat zudem die Gründe für die Unzufriedenheit mit Merz detailliert abgefragt.
AfD vor Union – FDP legt leicht zu
In der wöchentlichen Forsa-Erhebung für die Sender RTL und ntv kommt die AfD unverändert auf 26 Prozent. CDU und CSU verlieren im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte und liegen nun bei 24 Prozent, was laut Forsa den schlechtesten Wert seit der Wahl darstellt.
Leicht hinzugewinnen kann die Linke, die sich von 10 auf 11 Prozent verbessert. Die FDP gewinnt erstmals seit vielen Monaten wieder an Zulauf und erreicht aktuell einen Wert von 4 Prozent. Unverändert bleiben die Werte für die Grünen mit 15 Prozent und für die SPD mit 12 Prozent.
Zufriedenheit mit Bundeskanzler Merz auf neuem Tiefpunkt
Bei der Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) registriert Forsa in dieser Woche einen neuen Tiefpunkt. Nur noch 18 Prozent (-2) der Befragten sind aktuell mit seiner Arbeit zufrieden, während 80 Prozent (+2) seine Arbeit kritisch sehen und nicht zufrieden sind. Erstmals ist auch eine Mehrheit von 52 Prozent der CDU/CSU-Anhänger mit der Arbeit von Merz unzufrieden.
Gründe für Unzufriedenheit mit dem Kanzler
Nach November 2025 hat Forsa nun zum zweiten Mal diejenigen, die derzeit mit der Arbeit von Merz unzufrieden sind, offen und ohne jede Vorgabe nach den Gründen befragt beziehungsweise danach, was sie am Bundeskanzler konkret stört. Am häufigsten wird Merz dafür kritisiert, „dass er vollmundige Ankündigungen mache, ohne dass daraus konkrete Maßnahmen folgen“ (23 Prozent), und „dass er seine Wahlversprechen gebrochen habe“ (22 Prozent). Bemängelt wird zudem, „dass er keine klare Linie habe“ (14 Prozent), „dass es ihm an Führungsstärke mangele“ (13 Prozent), „dass er die Probleme der meisten Menschen nicht kenne“ (13 Prozent) und „dass er zu wenig bedenke, was er sage“ (11 Prozent).
Die Anhänger der Unionsparteien, die mit Merz als Bundeskanzler nicht zufrieden sind, nennen seine „vollmundigen Ankündigungen ohne Folgen“ (34 Prozent) und eine „mangelnde Führungsstärke“ (24 Prozent) als Gründe für ihre Unzufriedenheit.
Die Daten zu Parteipräferenzen und Kanzlerzufriedenheit wurden laut Forsa vom 7. bis 13. April 2026 erhoben. Als Datenbasis dienten 2.502 Befragte. Zur konkreten Unzufriedenheit mit dem Kanzler wurden am 10. und 13. April 801 Wahlberechtigte befragt.
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