Acht Verletzte nach Unfall mit medizinischem Hintergrund
In der nordhessischen Stadt Hofgeismar ist am Freitagvormittag ein Auto mit hoher Geschwindigkeit durch eine Fußgängerzone gefahren und gegen die Hauswand eines Kaufhauses geprallt. Dabei wurden acht Passanten verletzt, wie die Polizei in Kassel mitteilte. Vier von ihnen mussten vorsorglich in Krankenhäuser gebracht werden, doch nach aktuellem Stand sollen keine schweren Verletzungen vorliegen. Die Verletzten litten unter Schürfwunden, Prellungen oder einem Schock.
Senior rast mit Mercedes in Fußgängerzone
Der Fahrer, ein 68-jähriger Mann aus Hofgeismar, wurde nach Erste-Hilfe-Maßnahmen durch Passanten von einem Notarzt behandelt und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingewiesen. Wie der Spiegel berichtet, hatten Zeugen den Mann bereits kurz zuvor an einem Zebrastreifen in der Nähe der Mühlenstraße bemerkt, da er augenscheinlich medizinische Probleme hatte. Als Anwohner ihn ansprechen wollten, sei der Mercedes plötzlich in die Fußgängerzone gerast, habe mehrere Menschen erfasst und schließlich gegen das Schaufenster des Kaufhauses geprellt.
Hofgeismar: Stadt in Aufruhr nach Amokfahrt
Die Zeit zitiert unterdessen den Hauptamtsleiter der Stadt, Chris Dworak, der von großer Aufregung in Hofgeismar sprach. Der Vorfall habe sich zwischen 9.00 und 9.30 Uhr ereignet, zu einer Zeit, in der sich viele Menschen in der Fußgängerzone aufhielten. Dworak betonte, dass sofort Abstimmungen zwischen Bürgermeister, Stadtbrandinspektor und Polizei stattfanden. Laut Presseportal liegt der Verdacht nahe, dass ein medizinischer Notfall des Fahrers ursächlich für den Unfall war.
Ein Gutachter ist in die Ermittlungen eingebunden
Ein Gutachter ist in die Ermittlungen eingebunden. In der Fußgängerzone entstand ein hoher Sachschaden, dessen genaue Höhe noch nicht beziffert werden kann. Die Unfallstelle bleibt vorerst abgesperrt.