Feuer bei Langscheid unter Kontrolle – Evakuierungen abgewendet, Solidarität groß
Im Landkreis Mayen-Koblenz kämpfen Einsatzkräfte seit Stunden gegen einen großflächigen Wald- und Wiesenbrand zwischen den Dörfern Langenfeld und Langscheid. Nach anfänglicher Unsicherheit über die Ausmaße des Feuers geht die Einsatzleitung nun von einer betroffenen Fläche von rund 50 Hektar aus, wie der Tagesschau-Liveticker berichtet. Zuvor war aufgrund der starken Rauchentwicklung von bis zu 500 Hektar ausgegangen worden, doch diese Einschätzung korrigierte sich schnell. Aktuell sei der Brand weitestgehend unter Kontrolle, teilte die Feuerwehr mit. An verschiedenen Feuerfronten werde jedoch weiterhin gearbeitet, da es immer wieder zu Aufflammen und Glutherden komme, wie der SWR berichtet. Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar, wie der Landkreis Mayen-Koblenz mitteilte.
Brandopfer leicht verletzt Evakuierung gestoppt
Vier Menschen wurden bei dem Feuer leicht verletzt, darunter eine Person mit Brandverletzungen, wie ein Landkreissprecher der Welt mitteilte. Der Tagesschau zufolge sind insgesamt sieben Menschen leicht verletzt worden, darunter auch Hitzeerschöpfungen und Verletzungen durch Umknicken. Vier der Verletzten mussten zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Für die Orte Langenfeld und Arft gab die Leitstelle in Koblenz Entwarnung: Eine mögliche Evakuierung wurde offiziell gestoppt, wie der SWR und die Tagesschau übereinstimmend berichten. Der Ortsteil Netterhöfe bleibt jedoch über Nacht evakuiert.
Spontanhelfer unterstützen Einsatzkräfte massiv
Die Einsatzleitung bedankte sich am Abend für die große Welle der Solidarität aus der Bevölkerung. Zahlreiche Spontanhelfer hatten ihre Unterstützung angeboten, etwa durch die Bereitstellung wasserführender Fahrzeuge oder die Organisation von Getränken für die Einsatzkräfte, wie der Tagesschau-Liveticker und der SWR berichten. Aktuell werden jedoch keine weiteren Freiwilligen benötigt, um die Zufahrts- und Rettungswege für die Einsatzkräfte frei zu halten. Rund 300 Einsatzkräfte aus Cochem-Zell und dem Westerwald lösen die bereits tagsüber im Einsatz gewesenen Kräfte ab.
Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz extrem hoch
Die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz ist derzeit extrem hoch, wie der SWR betont. Experten wie Feuermanagement-Experte Lindon Pronto warnen vor einem Feuerverhalten, das zunehmend dem in Kalifornien ähnelt. Das Thünen-Institut für Waldökosysteme bestätigt, dass die witterungsbedingte Waldbrandgefahr in nahezu ganz Deutschland steigt – mit Ausnahme von Schleswig-Holstein. Besonders in Dürrejahren, die seit 2018 häufiger auftreten, verschärfe sich die Gefahr von Waldbränden.