Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Reise in die USA und nach Südamerika einen stärkeren Zusammenhalt innerhalb der Nato gefordert. Er betonte die besondere Bedeutung der USA als wichtigsten Partner Deutschlands außerhalb Europas und kündigte Gespräche über eine neue Lastenteilung im Bündnis sowie eine langfristige Unterstützung der Ukraine an.
Wadephul mahnt stärkere Partnerschaften an
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Abreise in die USA und nach Südamerika die Bedeutung starker Bündnisse innerhalb der Nato hervorgehoben. „In einer Welt der globalen Umbrüche und Multi-Krisen wahren wir unsere Kerninteressen nur in starken Partnerschaften“, sagte er am Montag vor seiner Abreise laut dts Nachrichtenagentur. „Die USA sind und bleiben unser wichtigster Partner außerhalb Europas. Wir sind Alliierte bei der Verteidigung unserer Freiheit.“
Der Minister unterstrich den Stellenwert der Nato für die Sicherheit Europas. Die euro-atlantische Sicherheit hänge entschieden davon ab, dass man auch in Zukunft so entschlossen wie bisher in der Nato zusammenstehe, hieß es weiter. Aus gutem Grund wage Putins Russland es nicht, ein Nato-Mitglied anzugreifen: Die kollektive Abschreckung wirke.
Gespräche über Nato-Gipfel und Ukraine-Hilfe
Mit Blick auf den anstehenden Nato-Gipfel in Ankara kündigte Wadephul intensive Abstimmungen mit seinem US-Amtskollegen an. „Mit meinem Amtskollegen Marco Rubio werde ich beraten, wie wir beim Nato-Gipfel kommende Woche in Ankara eine neue Lastenteilung im Bündnis und eine stabile, langfristige Unterstützung der Ukraine erreichen können“, fügte der Minister hinzu, wie die dts Nachrichtenagentur weiter berichtete.
Ziel sei es demnach, die Unterstützung für die Ukraine so auszugestalten, dass sie Auswirkungen auf die Haltung der russischen Führung hat. „Eine Unterstützung, die Moskau zur Erkenntnis gelangen lässt, dass es endlich Zeit ist, das Töten in der Ukraine zu beenden und an den Verhandlungstisch zu kommen.“ Die Ukraine sei längst zu Frieden bereit.
