Ein mutmaßlicher Drogendealer mit einer fünfstelligen Bargeldsumme, ein lebensgefährlich verletzter Radfahrer, ein mutmaßlich alkoholisierter Unfallfahrer und ein gestohlenes Pedelec, das dank des Käufers wieder zu seinem Besitzer zurückkehrt: Polizei und Rettungskräfte waren am Wochenende Stadt und Landkreis Osnabrück mehrfach im Einsatz.
Verkehrskontrolle führt zu Drogenfund in Ankum
Den ersten größeren Einsatz gab es in der Nacht zu Freitag (17. Juli) in Ankum. Gegen 1:00 Uhr kontrollierten Polizeibeamte auf der Lingener Straße einen BMW mit einem 44-jährigen Fahrer. Im Kofferraum entdeckten sie nach ersten Erkenntnissen rund 100 Gramm Marihuanablüten. Unter dem Fahrersitz fanden die Beamten zudem einen Beutel mit einer fünfstelligen Bargeldsumme.
Außerdem stellten die Einsatzkräfte mehrere Mobiltelefone und weitere Datenträger sicher. Die Betäubungsmittel, das Bargeld und die weiteren Beweismittel wurden beschlagnahmt. Gegen den 44-Jährigen wird nun ermittelt. Vor allem die Herkunft des Bargeldes und die Hintergründe des Falls sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Aggressiver Mann in Osnabrück
Am Samstagmittag (18. Juli) rückte die Polizei gegen 12:00 Uhr zur Straße Zum Flugplatz in Osnabrück aus. Dort trafen die Beamten auf einen 39-Jährigen, der sich aggressiv verhielt, Passanten anpöbelte und sich nach Einschätzung der Polizei in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Zudem stand der Mann offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.
Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Bargeld in fünfstelliger Höhe, Marihuana und eine weitere Substanz. Auf richterliche Anordnung wurde anschließend auch die Wohnung des 39-Jährigen durchsucht. Dort stellten die Beamten unter anderem Amphetamine, Feinwaagen, Verpackungsmaterial sowie mehrere Mobiltelefone sicher. Der Mann wurde vorläufig in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Die Ermittlungen dauern an.
Schwerer Fahrradunfall in Berge
Am Samstagabend gegen 20:00 Uhr stürzten in der Straße Zur Baumheide in Berge zwei Radfahrer auf dem Heimweg. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Männer im Alter von 56 und 50 Jahren gemeinsam mit ihren Ehefrauen in Richtung Allendorfer Straße unterwegs, als sie auf der abschüssigen Fahrbahn aus bislang ungeklärter Ursache zu Fall kamen.
Der 56-Jährige erlitt schwere Kopfverletzungen, verlor das Bewusstsein und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnte eine Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden. Sein 50-jähriger Begleiter zog sich Verletzungen am Kopf und an den Beinen zu, musste jedoch nicht ins Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei trug keiner der beiden Männer einen Fahrradhelm. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
Volvo überschlägt sich im Straßengraben in Berge
Nur wenige Minuten später kam es ebenfalls in Berge zu einem weiteren Unfall. Gegen 20:15 Uhr verlor ein 42-jähriger Autofahrer aus Merzen auf der Kettenkamper Straße in einer Linkskurve die Kontrolle über seinen Volvo. Der Wagen kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb im Straßengraben liegen.
Der Fahrer blieb unverletzt. Weil sich vor Ort Hinweise auf Alkoholeinfluss ergaben, wurde im Krankenhaus eine Blutentnahme durchgeführt. Der Volvo erlitt nach ersten Einschätzungen Totalschaden. Gegen den 42-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
80-Euro-Schnäppchen entpuppt sich als Diebesgut
Ein erfreuliches Ende nahm dagegen ein Fahrraddiebstahl aus Osnabrück. Ein 40-jähriger Mann aus Bremerhaven hatte Ende Juni auf einem Flohmarkt in Osnabrück ein KTM-Pedelec für lediglich 80 Euro gekauft. Zu Hause kamen ihm Zweifel an dem ungewöhnlich günstigen Preis. Er brachte das Fahrrad daraufhin zur Polizei.
Die Ermittlungen ergaben, dass das Pedelec bereits Mitte Mai in der Buerschen Straße gestohlen worden war. Besonders hilfreich: Der Verkäufer hatte dem Käufer vor dem Verkauf sogar seinen Personalausweis gezeigt. Davon hatte der 40-Jährige ein Foto gemacht und es den Ermittlern übergeben. Das rund 1.750 Euro teure Pedelec kann nun an seinen rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden. Auf den mutmaßlichen Dieb dürften dagegen strafrechtliche Konsequenzen zukommen.
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