DOSB entscheidet: München setzt sich mit 91:50 Stimmen gegen Köln-Rhein-Ruhr durch.
München wird als deutscher Kandidat für die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 antreten. Die Entscheidung fiel am Samstag in Baden-Baden, wo der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in einer geheimen Abstimmung München mit 91 zu 50 Stimmen gegen Köln-Rhein-Ruhr durchsetzte, wie der Merkur berichtet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert verkündeten das Ergebnis gemeinsam. München galt zwar als Favorit, doch die Spannung blieb bis zur Bekanntgabe groß, wie der Express schreibt.
München siegt knapp im DOSB-Vergleich
Die Evaluierungskommission des DOSB hatte beide Konzepte zuvor mit „sehr gut“ bewertet, wobei München mit 87 zu 85 Punkten knapp vorne lag. Besonders überzeugte die bayerische Landeshauptstadt durch kurze Wege und das olympische Erbe des Parks von 1972. Köln-Rhein-Ruhr punktete hingegen mit einer hohen potenziellen Zuschauerzahl und der Erfahrung in der Ausrichtung großer Sportereignisse.
Kiel profitiert von Münchner Olympia-Bewerbung
Kiel wird als Segelstandort in das Münchner Konzept integriert, während Warnemünde, das im Kölner Konzept vorgesehen war, leer ausging, wie der NDR berichtet. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) begrüßte die Entscheidung und betonte die Bedeutung für die maritime Tradition der Region. München tritt nun in den internationalen Wettbewerb ein, in dem das Internationale Olympische Komitee (IOC) ab 2029 über die Vergabe der Spiele entscheidet. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich erleichtert und betonte, dass der Sieg im nationalen Auswahlverfahren „gar nix wert“ sei, wenn sich Deutschland nicht international durchsetze.
München feiert Olympia-Plan mit Oktoberfest-Looping
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) und Söder planten bereits eine gemeinsame Feier auf dem Oktoberfest – inklusive einer Looping-Fahrt, wie der Merkur und der WDR berichten. In Köln-Rhein-Ruhr zeigte man sich enttäuscht, doch auch entschlossen, die Synergieeffekte der Bewerbung für die Region zu nutzen. Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) gratulierte München und betonte, dass seine Stadt weiterhin eine starke Sportstadt bleibe.