Evakuierung im Marinearsenal: Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wird entschärft.
In Wilhelmshaven ist bei Erdarbeiten im Marinearsenal eine US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Wie die Stadt mitteilt, muss der Blindgänger am Dienstag entschärft werden. Dafür wird ein Radius von 1.000 Metern um den Fundort geräumt, betroffen sind rund 13.600 Anwohner in der Südstadt, der Innenstadt und dem Stadtteil Heppens. Die Evakuierung begann um 8 Uhr, bis 11 Uhr muss das Gebiet vollständig geräumt sein, wie der NDR und die Nordwest-Zeitung berichten. Danach soll die Entschärfung beginnen, deren Dauer noch unklar ist. Laut Focus handelt es sich um eine Bombe mit zwei Zündern, die kein Langzeitzünder ist, aber ein Restrisiko birgt.
Bundeswehr unterstützt Evakuierung mit 700 Kräften
Rund 700 Einsatzkräfte, darunter 300 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, sind vor Ort im Einsatz, wie der NDR weiter mitteilt. Drei Sporthallen stehen als Notunterkünfte bereit, und der Busverkehr wird ab 8 Uhr eingestellt. Die Polizei und die Bundeswehr kontrollieren, ob das Gebiet vollständig geräumt ist, und sperren ab 11 Uhr die großen Zufahrtsstraßen ab. Drohnenüberflüge über dem betroffenen Bereich sind verboten.
Schulen und Kitas von Evakuierung betroffen
Betroffen von der Evakuierung sind auch zwei Schulen – die Grundschule Rheinstraße und die Schule an der Deichbrücke – sowie fünf Kindertagesstätten. Der Unterricht fällt am Dienstagvormittag aus, und Eltern müssen ihre Kinder anderweitig betreuen lassen. Der Krisenstab der Stadt kümmert sich in Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten und den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben um die Evakuierung von Alten- und Pflegeheimen. Ein Bürgertelefon ist unter der Nummer (04421) 16 16 16 eingerichtet worden.