Union und SPD haben die US-Regierung zu einer klareren Begründung für die Einreiseverweigerung des somalischen WM-Schiedsrichters Omar Artan aufgefordert. Vertreter beider Bundestagsfraktionen halten die bisherige Informationslage für unzureichend und verlangen Aufklärung über die Hintergründe der Entscheidung.
Forderung nach Transparenz aus der Union
Der sportpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben), die US-Behörden wären gut beraten, ihre Entscheidung näher zu erläutern. So könnten die verständlichen Fragen geklärt werden, die das Vorgehen in der Öffentlichkeit aufgeworfen habe. Die Entscheidung, Artan die Einreise zu verweigern, habe ihn überrascht. Wenn es aber gegen Artan konkrete Verdachtsmomente gebe, die die innere Sicherheit der USA beeinträchtigen könnten, lasse sich die Verweigerung der Einreise durchaus nachvollziehen.
Kritik auch aus der SPD
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, drängte ebenfalls auf eine bessere Begründung. Es irritiere erheblich, einen offiziell nominierten WM-Schiedsrichter nicht einreisen zu lassen und die Begründung dazu im Vagen zu lassen, sagte Ahmetovic den Zeitungen. Auch wenn Einreise-Entscheidungen grundsätzlich in der Hoheit des jeweiligen Landes lägen, wäre es angemessen von der US-Regierung zu erfahren, was sie dazu bewogen habe, so zu entscheiden.
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