Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erzielt in einer aktuellen Erhebung des "Deutschlandtrends" der ARD den niedrigsten Zufriedenheitswert, der dort jemals für einen Bundeskanzler gemessen wurde. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt sind nur noch 16 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, während 83 Prozent unzufrieden sind, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Infratest" zeigt.
Historischer Tiefstwert für Bundeskanzler Merz
Im Juni 2025, einen Monat nach seinem Amtsantritt, lag die Zufriedenheit mit Friedrich Merz noch bei 39 Prozent. Ein Jahr später sind laut „Infratest“ aktuell 16 Prozent (-5 im Vergleich zu April 2026) mit seiner politischen Arbeit zufrieden, 83 Prozent (+7) sind unzufrieden. Der niedrigste Wert des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) lag im September 2024 bei 18 Prozent. Die aktuelle Umfrage von „Infratest“ wurde von Montag bis Mittwoch dieser Woche unter 1.303 Wahlberechtigten durchgeführt und ist Teil des „Deutschlandtrends“ der ARD.
Zweifel an Amtsführung und Krisenkompetenz
Dass Friedrich Merz dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen sei, finden laut „Infratest“ aktuell 25 Prozent der Deutschen, eine Mehrheit von 69 Prozent sind anderer Meinung. Im August 2025 waren noch 42 Prozent der Ansicht, er sei seinem Amt gewachsen. Dass Friedrich Merz das Land gut durch eine Krise führen kann, finden aktuell 18 Prozent (-11 im Vergleich zu August 2025), 75 Prozent (+19) sind anderer Ansicht. Im aktuellen „Deutschlandtrend“ finden 14 Prozent der Befragten (-20 im Vergleich zu August 2025), er kommuniziere überzeugend, 82 Prozent (+21) sind anderer Ansicht.
Kritik an Koalition und Regierungsauftritt
Auch die Koalition insgesamt wird von den Deutschen mehrheitlich kritisch betrachtet. Fünf von sechs Deutschen (84 Prozent) sind laut der Umfrage unzufrieden damit, wie die Regierungsparteien miteinander umgehen. Dabei spielt offenbar auch das öffentliche Auftreten der Koalitionäre in den vergangenen Wochen eine Rolle, fast neun von zehn Deutschen (87 Prozent) zeigen sich aktuell unzufrieden damit, wie die Regierung ihre Politik den Bürgern erklärt und vermittelt.
Aktuell finden 44 Prozent der Befragten, dass die Koalition aus Union und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode weiterarbeiten soll, die Hälfte (49 Prozent) ist anderer Ansicht. Unter den Unions- (80 Prozent) und SPD-Anhängern (77 Prozent) will jedoch jeweils eine deutliche Mehrheit an der aktuellen Koalition festhalten.
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