Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zu Sonntag zwei russische Ölraffinerien mit Drohnen angegriffen. Ziel seien Anlagen in den Regionen Krasnodar und Jaroslawl gewesen, die teils mehrere Hundert Kilometer von der Frontlinie entfernt liegen, wie Selenskyj erklärte.
Drohnenangriffe auf Raffinerien in Krasnodar und Jaroslawl
Nach Darstellung von Wolodymyr Selenskyj handelte es sich bei den Zielen um eine Ölraffinerie in Slawjansk in der Region Krasnodar, die etwa 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt, sowie um eine weitere Raffinerie in der Region Jaroslawl, rund 700 Kilometer von der Grenze entfernt. Das teilte der ukrainische Präsident laut dts Nachrichtenagentur mit.
Selenskyj erklärte weiter: „Wir setzen unsere Operationen fort, die Russlands Fähigkeit, diesen Krieg zu führen, schwächen“, fügte er hinzu. Jeder Langstreckenangriff bedeute weniger Ressourcen für die russische Kriegsmaschinerie und „einen weiteren Schritt in Richtung Frieden“. Man werde „weiterhin auf den russischen Terror reagieren“, so der ukrainische Präsident, zitiert von der dts Nachrichtenagentur.
Unklare Schadensbilanz in Jaroslawl
Die Raffinerie in Jaroslawl wurde in den vergangenen Monaten nach ukrainischen Angaben mehrfach angegriffen. Wie groß die Schäden dieses Mal ausgefallen sind, blieb zunächst unklar, wie die dts Nachrichtenagentur weiter berichtete.
