Der Chef des ukrainischen Energiekonzerns DTEK, Maxim Timchenko, hat Europa vor Angriffen auf kritische Infrastruktur gewarnt. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ sprach er von einem veränderten Charakter moderner Kriegsführung und kritisierte die anhaltende Energieabhängigkeit Europas von Russland.
Warnung vor Angriffen auf Energieanlagen
Maxim Timchenko
Zweifel an Europas Vorbereitung
Mit Blick auf Deutschland und Europa äußerte Timchenko laut „Handelsblatt“ Zweifel an der Vorbereitung auf solche Szenarien. Er glaube, viele Menschen in Europa wollten darüber noch nicht nachdenken, sagte er. Das Wetter sei schön, das Leben funktioniere, niemand beschäftige sich gern mit solchen Szenarien. Aber genau darin liege die Gefahr.
Kritik an Energieabhängigkeit von Russland
Zugleich kritisierte Timchenko der Zeitung zufolge die anhaltende Energieabhängigkeit Europas von Russland. Noch immer fließe russisches Gas nach Europa. „Und dann hört man Stimmen, die sagen: Lasst uns doch wieder mehr Gas aus Russland beziehen. Für mich ist das unbegreiflich“, sagte er weiter. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was noch passieren muss, damit die Menschen endlich verstehen, dass Russland dauerhaft abgeschnitten werden muss.“ Die Ukraine könne helfen, die entstehende Lücke zu schließen.
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