Verdi und die Arbeitgeber der Postbank haben sich nach vier Verhandlungsrunden auf ein Tarifergebnis für rund 9.000 Beschäftigte geeinigt. Das Paket umfasst Entgeltsteigerungen, eine Verlängerung des Kündigungsschutzes sowie Vereinbarungen zur Zukunft des Filialnetzes und soll bis Ende Juli 2028 gelten.
Entgeltsteigerungen in mehreren Stufen
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber der Postbank haben sich nach Verbandsangaben auf ein umfassendes Tarifergebnis geeinigt. Wie Verdi am Donnerstag mitteilte, steigen die Gehälter zum 1. Juli 2026 um 175 Euro monatlich, was einer durchschnittlichen Erhöhung von 4,5 Prozent entspricht. Eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent folgt zum 1. Juli 2027.
Auch die Ausbildungsvergütungen werden angehoben. Sie erhöhen sich in zwei Schritten um jeweils 75 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Juli 2028.
Verlängerter Kündigungsschutz und gesichertes Filialnetz
Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck erklärte laut Mitteilung der Gewerkschaft, dass die Beschäftigten mit ihrem Engagement und den Warnstreiks die Grundlage für dieses Ergebnis geschaffen hätten. Neben den Entgelterhöhungen wurden qualitative Verbesserungen vereinbart, darunter die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2028.
Zudem wurde die Sicherung des Filialnetzes festgeschrieben. Mindestens 300 Filialen und 13 Digitale Beratungscenter sollen bis März 2028 erhalten bleiben.
Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Transformation
Die Tarifparteien einigten sich darüber hinaus darauf, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und anderen Transformationsprozessen frühzeitig zu beraten. Ziel sei es, den Wandel durch strategische Personalplanung und Qualifizierung aktiv zu gestalten, wie Verdi mitteilte.
Die Verdi-Mitglieder entscheiden bis zum 24. Juli über die Annahme des Verhandlungsergebnisses.
