Die Stadt Osnabrück startet einen neuen Anlauf, den Ratskeller im Historischen Rathaus zu verpachten. Seit Montag (24. August) läuft ein Interessenbekundungsverfahren, über das sich Gastronomiebetriebe bis zum 21. September um die Räumlichkeiten bewerben können.
Neues Verfahren nach geplatztem Abschluss
Damit erhalten Interessierte erneut die Möglichkeit, ein Konzept für die traditionsreiche Gastronomie am Markt vorzulegen. Auch der bisherige Pachtinteressent kann sich mit einem überarbeiteten Konzept erneut beteiligen. Der geplante Abschluss eines Pachtvertrages mit ihm war verschoben worden. Unvorhersehbare personelle Entwicklungen machten nach Angaben der Stadt eine wirtschaftliche und konzeptionelle Neuaufstellung erforderlich.
Gastronomie im Herzen der Altstadt
Der Ratskeller erstreckt sich über das Erd- und Kellergeschoss des Historischen Rathauses. Zum Angebot gehören zudem räumlich angebundene Büroflächen. Eine Außengastronomie ist grundsätzlich ebenfalls möglich, sofern dafür eine Sondernutzung öffentlicher Flächen genehmigt wird.
Durch die Lage direkt am Markt verfügt der Ratskeller über eine hohe Sichtbarkeit. Die historischen Räumlichkeiten bieten nach Einschätzung der Stadt zugleich Entwicklungspotenzial für ein neues gastronomisches Konzept.
Konzept und Wirtschaftlichkeit entscheiden
Gesucht wird ein leistungsfähiger Betreiber mit einem schlüssigen, qualitäts- und serviceorientierten Gastronomiekonzept und einer langfristig tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive.
Bei der Auswahl will die Stadt nicht allein auf das finanzielle Angebot schauen. Bewertet werden unter anderem das eingereichte Konzept, dessen wirtschaftliche Tragfähigkeit sowie die Erfahrungen und Referenzen der Betreiber. Auch das angebotene Pachtmodell fließt in die Entscheidung ein. Einen Anspruch auf den Abschluss eines Pachtvertrages gibt es nicht.
Unterlagen können angefordert werden
Interessierte Gastronomiebetriebe können die vollständigen Unterlagen zum Interessenbekundungsverfahren bei Harry Kiel, Teamleitung Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück, anfordern. Er steht auch für Fragen zum Verfahren zur Verfügung. Kontakt ist per E-Mail unter kiel@osnabrueck.de möglich.
Bis zum 21. September haben mögliche Pächter nun Zeit, ihre Interessenbekundung einzureichen. Die Stadt hofft dabei auf aussagekräftige Bewerbungen und innovative Konzepte für einen der markantesten Gastronomiestandorte in der Osnabrücker Innenstadt.
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