Der geplante Einstieg des Bundes beim Panzerhersteller KNDS steht offenbar vor erheblichen Hürden. Laut einem internen Regierungspapier und Einschätzungen mehrerer Insider sind zentrale Fragen innerhalb der Bundesregierung weiterhin ungeklärt, während Frankreich und KNDS auf einem Börsengang im Juni 2026 bestehen. Der Zeitplan gilt demnach als „extrem ambitioniert“, ein Einstieg nach dem Börsengang wird in der Bundesregierung nicht als Option betrachtet.
Staatseinstieg vor Börsengang unter Zeitdruck
Der Bund plant, sich an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS zu beteiligen, bevor dieser an die Börse geht. Ziel ist es dem Bericht zufolge, nationale Sicherheitsinteressen zu wahren und zu verhindern, dass das Unternehmen vollständig von französischer Seite kontrolliert wird. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf ein internes Regierungspapier und mehrere Insider.
In dem Papier heißt es zugleich, Frankreich und KNDS bestünden derzeit auf einer Durchführung des Börsengangs im Juni 2026. Der Zeitplan sei daher „extrem ambitioniert“, zitiert das „Handelsblatt“ aus dem Dokument. Innerhalb der Bundesregierung wird ein Einstieg nach dem Börsengang dem Bericht zufolge nicht als Option gesehen.
Streit um Höhe der Beteiligung
Offen ist insbesondere die Frage, wie groß der staatliche Anteil an KNDS ausfallen soll. Das Verteidigungsministerium drängt laut „Handelsblatt“ auf einen Einstieg mit 40 Prozent. Wirtschaftsministerium und Kanzleramt plädieren demnach für rund 30 Prozent.
Deutschland will den Staatseinstieg dem Bericht zufolge, um KNDS nicht der vollständigen Kontrolle Frankreichs zu überlassen. Im Verteidigungsministerium wird laut „Handelsblatt“ argumentiert, es brauche die 40 Prozent, um „auf Augenhöhe“ zu bleiben.
Kritik aus der CDU an hohem Staatsanteil
Auf der CDU-Seite werden nach Angaben des „Handelsblatt“ andere Möglichkeiten gesehen, etwa Vereinbarungen oder ein Stiftungsmodell. Ein zu hoher Staatsanteil wird dort als schädlich für das Unternehmen eingestuft.
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