CSU-Chef Markus Söder hat die Union aufgefordert, Personalspekulationen um Bundeskanzler Friedrich Merz zu beenden. In einem Interview mit der Rheinischen Post betonte er die Notwendigkeit von Stabilität und Handlungsfähigkeit der Regierung.
Kein Anlass für Änderungen
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder sagte der Rheinischen Post (Samstagsausgabe): "Jeder weiß, worum es geht und welche Alternativen es gibt. Streit schadet. Eine Regierung, die nicht handlungsfähig ist, hat in diesen Zeiten wenig Zukunft".
Es gebe keinen Anlass, etwas zu ändern, so Söder. "Die CSU und ich ganz persönlich werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Deutschland stabil bleibt und niemand in Panik und Hektik verfällt".
Spahns Comeback und aktuelle Fraktionsspitze
Angesprochen auf die Aufstellung an der Spitze der Unionsfraktion hob Söder hervor: "Mir tut es nach wie vor um Jens Spahn leid, weil er ein starker Politiker ist. Die Union hat nicht so viele gute Leute, dass sie dauerhaft auf ihn verzichten könnte – selbst in Nordrhein-Westfalen.“ Daher sei er fest davon überzeugt, „dass er irgendwann ein Comeback feiern wird“.
Mit Thorsten Frei und Alexander Hoffmann an der Spitze sei die Fraktion jetzt aber gut aufgestellt, so der CSU-Chef. „Neue Personen bringen immer auch eine neue Chance mit sich. Wichtig ist der gemeinsame Spirit. Und dieser Spirit heißt Erfolg. Ich bin mir sicher, dass alle diesen gemeinsamen Willen haben“.