Anläßlich bundesweiter Kundgebungen am Samstag verlangt die IG Metall von der schwarz-roten Koalition eine Kehrtwende in der Sozial- und Industriepolitik. Die Gewerkschaft warnt vor Kürzungen in Gesundheit, Rente, Pflege und Arbeitszeit sowie vor der Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft.
Kritik an fehlenden Impulsen der Bundesregierung
"Das Drama ist, dass es an den richtigen Impulsen durch die Bundesregierung fehlt. Die Beschäftigten erwarten eine Wirtschaftspolitik für Arbeit und Aufschwung statt Kürzungen", sagte Ralf Reinstädtler, Sozialvorstand der IG Metall, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagsausgaben).
Die Menschen fühlten sich durch Sozialabbau in zentralen Bereichen bedroht. Das zentrale Problem sei jedoch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.
Forderungen nach Industriepolitik und fairen Rahmenbedingungen
Entscheidend sei eine aktive Industrie- und Arbeitsmarktpolitik. "Wir haben Energiepreise, die definitiv nicht konkurrenzfähig sind", so Reinstädtler weiter.
Zudem gelte es, gegen Dumping-Importe aus China vorzugehen und die Fertigung in Europa zu stärken.
Bundesweite Proteste unter dem Motto Hart verdient
Am Samstag finden bundesweit Kundgebungen unter dem Motto Hart verdient statt, bei denen Gewerkschafter gegen Sozialabbau demonstrieren.
