SPD und AfD im Kopf-an-Kopf-Rennen – CDU und Grüne bangen um Einzug
In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl am Sonntag für ein enges Rennen zwischen SPD und AfD gesorgt. Laut ersten Hochrechnungen liegt die AfD knapp vor der SPD, wie die Welt und der NDR berichten. Die CDU, die Grünen und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) müssen um den Einzug in den Landtag bangen, da sie nahe der Fünf-Prozent-Hürde liegen. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 79 Prozent einen Rekordwert, wie die Welt weiter mitteilt.
SPD-Spitzenkandidatin siegt trotz massivem Gegenwind
Die SPD-Spitzenkandidatin und amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte, es sei die schwerste Landtagswahl gewesen, mit viel Gegenwind aus dem Bund und einer in Teilen extremistischen AfD. Sie dankte den Wählern für die Unterstützung, wie der NDR berichtet. Die AfD feierte indes ein „sensationelles Ergebnis“ und sah sich im Besitz eines klaren Regierungsauftrags, wie AfD-Chef Tino Chrupalla in der ARD erklärte. Er kündigte an, allen Parteien Gespräche anzubieten.
CDU erlebt historische Wahlniederlage in Ostdeutschland
Die CDU erlebte derweil eine historische Niederlage. Spitzenkandidat Daniel Peters sprach von einer „krachenden Wahlniederlage“ und einer „Katastrophe“ für die Partei, wie der NDR zitiert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete das Ergebnis als „Desaster“ und führte es auf die Zuspitzung zwischen AfD und SPD zurück. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Peters aus, während er eine Minderheitsregierung für denkbar hielt.
Grüne stabilisieren sich trotz Polarisierung
Die Grünen verzeichneten laut Hochrechnungen ein Ergebnis von über fünf Prozent, was Spitzenkandidatin Claudia Müller als Erfolg wertete. Gleichzeitig betonte sie, dass das Gesamtergebnis nicht zufriedenstellend sei, wie der NDR berichtet. Die Polarisierung habe die AfD gestärkt, was auch in anderen Bundesländern zu beobachten sei.
BSW entscheidet über mögliche Regierungsmehrheit
Für die Regierungsbildung könnte das BSW zum Zünglein an der Waage werden. Eine Koalition aus SPD, Linke und Grüne würde laut Hochrechnungen nicht ausreichen, um eine Mehrheit zu erreichen. Die Linke zeigte sich offen für eine weitere Regierungsbeteiligung, wie ihre Spitzenkandidatin Simone Oldenburg im ARD-Interview erklärte. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wurde von mehreren Parteien ausgeschlossen.