Erste Hochrechnungen: Linke vor CDU, AfD und Grüne im Rennen
Die Linke hat die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gewonnen. Laut ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF liegt die Partei mit 24,8 bis 25,8 Prozent klar vor der CDU, die auf 20,0 Prozent kommt. Die Grünen folgen mit 15,0 bis 15,4 Prozent, während die AfD bei 15,7 Prozent liegt, wie die Tagesschau berichtet. Die SPD erreicht 11,9 bis 12,0 Prozent, das BSW muss mit 5,0 Prozent um den Einzug ins Parlament bangen. Die FDP scheitert mit 2,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, wie die WirtschaftsWoche mitteilt.
Linke mobilisiert junge Wähler mit Mietenforderung
Die Wahlbeteiligung lag höher als bei der Wiederholungswahl 2023, wie die Welt berichtet. Besonders junge Wähler und Nichtwähler mobilisierte die Linke, die mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp antritt. Eralp betonte, sie wolle Regierende Bürgermeisterin werden und setze sich für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne ein, um die Mietenkrise zu bekämpfen. Die SPD lehnt diese Forderung jedoch ab, was Koalitionsgespräche erschweren könnte.
CDU verliert Mehrheit nach Wegners Rückzug
Die bisherige schwarz-rote Koalition unter Kai Wegner (CDU) verliert ihre Mehrheit. Wegner hatte im Juli auf eine erneute Kandidatur verzichtet, nachdem Debatten über falsche Angaben zum Krisenmanagement bei einem Stromausfall aufkamen. Die CDU liegt nun deutlich hinter der Linken, die damit zum zweiten Mal in ihrer Geschichte als stärkste Kraft aus einer Landtagswahl hervorgeht. 2019 hatte die Partei bereits in Thüringen gewonnen.
Grüne favorisieren Linken-Koalition ohne AfD
Mögliche Koalitionen sind ein Bündnis aus Linke, Grünen und SPD oder aus CDU, Grünen und SPD. Während die Grünen eine Zusammenarbeit mit der Linken anstreben, lehnen sowohl die Linke als auch die CDU eine Koalition mit der AfD ab. Die SPD zeigt sich zurückhaltend und will zunächst die Wahlniederlage analysieren, wie die Tagesschau und die Welt berichten.
Wahlverhalten: Stadt vs. Außenbezirke bleibt gespalten
Die Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Innenstadt und Außenbezirken bleiben bestehen. Innerhalb des S-Bahn-Rings schnitten die Grünen 2023 besonders stark ab, während die CDU in den Außenbezirken mehr Zuspruch fand. Dieses Mal wird erwartet, dass die Linke innerhalb des Rings noch stärker punkten kann, wie die Morgenpost mitteilt.