Strecke gesperrt, Ermittlungen laufen – Bahnverkehr stark beeinträchtigt
Ein Böschungsbrand zwischen Langenfeld und Leverkusen hat am Freitagvormittag zu einer vollständigen Sperrung der Bahnstrecke Düsseldorf–Köln geführt. Wie die Deutsche Bahn dem WDR mitteilte, sind durch das Feuer Schienen und Oberleitungen beschädigt worden, sodass der Zugverkehr auf dem betroffenen Abschnitt vorerst nicht wiederaufgenommen werden kann. Die Reparaturarbeiten dauern laut Bahn noch mindestens bis in die Nachmittagsstunden an, eine konkrete Freigabezeit steht jedoch noch nicht fest. Betroffen sind sowohl der Nah- als auch der Fernverkehr, wobei es zu Umleitungen, Verspätungen und Teilausfällen kommt. Für die S6, RE1 und RE5 wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet, während Fernverkehrszüge über Neuss, Dormagen oder Solingen umgeleitet werden. Die Strecke über Dormagen sei bereits jetzt überlastet, wie WDR-Bahnexperte Hoth berichtet. Zudem müssen Züge auf der neu sanierten Strecke Hagen–Wuppertal–Köln zunächst nur mit 70 km/h fahren, um den neuen Schotter zu verdichten, was weitere Verspätungen verursacht.
Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung
Der Staatsschutz der Kölner Polizei hat die Ermittlungen übernommen, wie sowohl tagesschau.de als auch das Handelsblatt berichten. Es werde geprüft, ob das Feuer absichtlich gelegt wurde und ein strafrechtliches Handeln vorliegt. Ein Bekennerschreiben sei bereits aufgetaucht, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Bundespolizei untersucht zudem, ob ein Eingriff Dritter vorliegen könnte, wie t-online.de unter Berufung auf einen Bahnsprecher schreibt.
Signalkabel verzögern Streckenfreigabe
Während die Feuerwehr die Brände bereits gelöscht hat, sind laut Handelsblatt auch Signalkabel beschädigt worden, was die Sperrung des Streckenabschnitts verlängert. Die Bahn betont, dass erst nach Abschluss der Ermittlungen ein Überblick über die entstandenen Schäden möglich sei. Fachleute arbeiten bereits daran, die Schäden so schnell wie möglich zu beheben.
Nordrhein-Westfalen leidet unter Bahn-Chaos
Für Reisende in Nordrhein-Westfalen bedeutet die Sperrung weiterhin erhebliche Einschränkungen. Die Bahn rechnet mit Verspätungen von etwa 30 Minuten im Fernverkehr, wobei auch einzelne Züge komplett entfallen. Die Umleitungen über alternative Strecken führen zu weiteren Verzögerungen, insbesondere auf der bereits stark frequentierten Verbindung über Dormagen.
