Die Bundesregierung vermeidet eine klare Aussage zum möglichen Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) bei den Reden von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Statt konkreter Angaben betonte Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer lediglich, die Reden seien dem Kanzler selbst zuzurechnen. Hintergrund sind aktuelle Berichte über KI-generierte Inhalte in Reden des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU).
Regierungssprecher bleibt bei KI-Fragen vage
Auf eine entsprechende Frage der dts Nachrichtenagentur, wie viel KI in den Reden von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stecke, verwies Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer am Mittwoch auf die persönliche Urheberschaft des Kanzlers. Wörtlich sagte Meyer der dts Nachrichtenagentur: „Die Worte des Bundeskanzlers sind die Worte des Bundeskanzlers.“
Auch eine Nachfrage zielte darauf ab, ob die Redenschreiber des Kanzlers künstliche Intelligenz einsetzen. Meyer wich jedoch erneut einer inhaltlichen Antwort aus. Stattdessen wiederholte er gegenüber der dts Nachrichtenagentur: „Wenn der Bundeskanzler etwas spricht, dann sind das die Worte des Bundeskanzlers und von niemand anderem.“
Berichte über KI-Einsatz bei Reden von Mario Voigt
Auslöser der Fragen an die Bundesregierung sind Berichte über den Einsatz von KI in Reden und Texten von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Nach Recherchen des Portals "Frag den Staat" soll Voigt in mehreren seiner Ansprachen auf von KI generierte Inhalte zurückgegriffen haben.
Die Hinweise auf eine mögliche Nutzung künstlicher Intelligenz bei Reden von Spitzenpolitikern haben damit eine bundespolitische Dimension erreicht. Die Stellungnahme der Bundesregierung blieb jedoch auf die wiederholte Betonung beschränkt, dass die öffentlichen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz dessen eigene Worte seien.
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