Der Personalrat im Bundeswirtschaftsministerium kritisiert die Einstellungspraxis von Ministerin Katherina Reiche (CDU) und wirft der Hausleitung vor, zu stark auf externe Kräfte zu setzen. In einer Rundmail an die Beschäftigten moniert das Gremium zudem eine geplante „Strategische Top-Management-Beratung“, deren Aufgaben aus Sicht der Arbeitnehmervertreter klassische Ministeriumsarbeit seien.
Personalrat beklagt verstärkten Einsatz Externer
Der Personalrat im Bundeswirtschaftsministerium übt scharfe Kritik an der Einstellungspraxis von Katherina Reiche (CDU). Das berichtet das „Handelsblatt“ in seiner Montagausgabe unter Berufung auf eine Rundmail an das Haus.
Vor allem geht es den Arbeitnehmervertretern darum, dass Reiche und ihr Team nach ihrer Auffassung zu viele Externe einstellen. „Wir bedauern es sehr, dass die Hausleitung verstärkt auf externe Mitarbeitende setzt, statt die Kompetenz und Erfahrung ihrer Beschäftigten abzurufen“, heißt es in der Mail, auf die sich das „Handelsblatt“ beruft. Der Personalrat mahne zudem an, die Leitung solle stattdessen Arbeitsumstände, Führungsverhalten und Fehlerkultur reflektieren.
Kritik an Ausschreibung für Top-Management-Beratung
Der Personalrat stört sich darüber hinaus an einer Ausschreibung für eine „Strategische Top-Management-Beratung“ für das Wirtschaftsministerium. Mit 9.000 Arbeitsstunden pro Jahr soll die Ministeriumsleistung extern unterstützt werden. Teil der Ausschreibung ist auch die Beratung zu operativ-inhaltlichen Aspekten der wirtschaftlichen Vorhabenplanung und -umsetzung.
Dies sehe der Personalrat, wie auch viele Beschäftigte, sehr kritisch, heißt es in der Mail, aus der das „Handelsblatt“ zitiert. Dabei handle es sich nach dieser Darstellung um klassische Ministeriumsarbeit, für die das Haus hervorragend aufgestellt sei. Der Personalrat fordere daher die Leitung auf, auf diesen Teil des Leistungspakets zu verzichten.
Stellungnahme aus dem Ministerium
Ein Ministeriumssprecher hatte kürzlich auf Anfrage erklärt, es handle sich bei den ausgeschriebenen Leistungen nicht um solche, die von Mitarbeitern des Ministeriums erbracht werden könnten.
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