DWD erwartet heute keine Niederschläge für Brandgebiete in NRW
Während der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Sonntagnachmittag vor Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen bis 100 km/h warnt, bleibt es in den von Waldbränden betroffenen Regionen Monschau und Hürtgenwald trocken. Wie die Berliner Zeitung berichtet, zieht eine Kaltfront von Nordwesten nach Südosten über Deutschland, doch die stärksten Niederschläge werden erst ab Mittag im Süden erwartet. Für die Eifel, wo seit Donnerstag rund 300 Hektar Wald brennen, gibt es demnach keine Entlastung durch Regen. Auch der unterfränkische Waldaschaff, wo seit Samstagabend knapp 29 Hektar in Flammen stehen, bleibt vorerst ohne Niederschlag.
Gewitter verzögern sich im Süden
Der DWD bestätigt in seiner Prognose, dass die Front erst später den Süden erreicht. In der Nacht zum Montag sollen kräftige Schauer und Gewitter in den Süden und Südosten ziehen, während sich das Geschehen am Montag allmählich in die Alpen zurückverlagert. Die Temperaturen sinken dabei von bis zu 33 Grad am Sonntag auf 20 bis 23 Grad am Montag.
Regen trifft trockenste Regionen Deutschlands
Die Berliner Zeitung weist darauf hin, dass die stärksten Regenzellen ausgerechnet über die trockensten Regionen Deutschlands ziehen. Von der Pfalz bis nach Unterfranken seien seit März weniger als 150 Liter pro Quadratmeter gefallen. Ein ausgetrockneter Boden könne jedoch 30 Liter Regen pro Stunde nicht aufnehmen, sodass das Wasser oberflächlich abfließe und zu Überschwemmungen in Kellern und Unterführungen führen könnte.
Größter Waldbrand seit 1991 in NRW
Im Hürtgenwald kämpfen mehr als 1400 Einsatzkräfte gegen die Flammen, was den größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit 1991 darstellt. Wenige Kilometer entfernt brennt zudem das belgische Hohe Venn, dessen Feuerfront in der Nacht etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt stand. Monschau hat bereits die Ortsteile Kalterherberg und Mützenich aufgefordert, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten und Notunterkünfte einzurichten.
Rheinpegel erreichen historische Tiefststände
Die Bundesanstalt für Gewässerkunde meldet zudem, dass wichtige Pegel unter den bisher niedrigsten bekannten Werten liegen. Am Rhein bei Kaub wurden für Sonntag nur 49 Zentimeter erwartet – ein leeres Binnenschiff benötigt jedoch rund 1,20 Meter, um sicher steuerbar zu bleiben. Ab Dienstag soll eine neue atlantische Störung Regenfälle von Nordwesten über weite Teile Deutschlands bringen.