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Marco Rubio

Rubio: US-Truppenverlegung in Europa ist keine Bestrafung

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

US-Außenminister Marco Rubio hat Spekulationen zurückgewiesen, die Verlegung von US-Truppen in Europa sei als Strafe für Nato-Verbündete gedacht. Beim Treffen der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg stellte er klar, es handele sich um einen längerfristigen Anpassungsprozess der US-Streitkräfte an globale Verpflichtungen. Die jüngsten Ankündigungen zu Truppenabzügen, Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump und zusätzliche Soldaten für Polen hatten in europäischen Hauptstädten für Verunsicherung gesorgt.

Rubio betont langfristigen Prozess

US-Außenminister Marco Rubio widersprach beim Treffen der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg dem Eindruck, die Verlegung von US-Truppen in Europa sei als Bestrafung der Verbündeten zu verstehen. Rubio erklärte, dass die Stationierung von Truppen „keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess“ sei und die USA globale Verpflichtungen hätten, die eine ständige Überprüfung der Truppenstandorte erforderten (Quelle: Nato-Treffen in Helsingborg).
Die USA planen seit Längerem, ihren Fokus stärker auf den Indopazifik zu richten und in diesem Zusammenhang Truppen aus Europa abzuziehen. Kanada und die europäischen Nato-Länder sollen aus US-Sicht mehr Anteile an der Verteidigung des Bündnisgebiets übernehmen.

Widersprüchliche Signale aus Washington

Allerdings gab es widersprüchliche Ankündigungen aus Washington zu den Truppenverlegungen, die von Drohungen von US-Präsident Donald Trump begleitet wurden. Anfang Mai hatte das US-Verteidigungsministerium angekündigt, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen (Quelle: US-Verteidigungsministerium).
Trump hatte zuvor kritisiert, dass sich andere Nato-Länder nicht ausreichend an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligten. Zudem drohte er Italien und Spanien mit dem Abzug von Truppen, da diese dem US-Militär die Nutzung von Stützpunkten für Angriffe im Iran-Krieg untersagt hatten.

Mehr US-Soldaten für Polen

Am Donnerstag kündigte Trump an, 5.000 zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Er begründete dies mit seinem guten Verhältnis zu Polens Präsidenten Karol Nawrocki.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Bold City Brave Decisions -Ausstellung/ Foto: MIK-Osnabrück

Das ist die neue Wanderausstellung im MIK Osnabrück

von Hasepost 22. Mai 2026

Im Museum Industriekultur Osnabrück (MIK) dreht sich in diesem Jahr alles um das Bauen und Wohnen von morgen. Während die große Sonderausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“ historische Entwicklungen des Bauens und Wohnens mit innovativen und nachhaltigen Konzepten verbindet, ergänzt die Wanderausstellung „Mutige Stadt, mutige Entscheidungen. Wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte“ diesen Fokus um eine europäische Perspektive auf Stadtentwicklung. Die Ausstellung wird vom 6. Juni bis zum 30. August 2026 im historischen Haseschachtgebäude des MIK in Kooperation mit dem Verein für Baukultur Osnabrück gezeigt. Konzipiert wurde sie vom Stadtplanungs- und Architekturbüro De Zwarte Hond.

Ausstellung bietet Plattform für den Dialog über die Zukunft unserer Städte

„Bold City, Brave Decisions“ ist mehr als eine Ausstellung über Stadtplanung. Sie versteht sich als Plattform für den Dialog über die Zukunft unserer Städte. Ausgangspunkt ist eine zentrale Frage: Was braucht es, damit Städte auch in Zukunft lebenswert bleiben? Die Ausstellung zeigt, dass dies mehr verlangt als einzelne gute Projekte. Es braucht langfristige Visionen, Kontinuität und den Mut, Entscheidungen zu treffen, die über kurzfristige Interessen hinausgehen. Am Beispiel der niederländischen Stadt Groningen untersucht die Ausstellung, wie eine Reihe mutiger Entscheidungen über Jahrzehnte hinweg eine Stadt nachhaltig verändern kann.
Groningen gilt heute europaweit als Beispiel für hohe Lebensqualität: nachhaltig, resilient, kompakt und lebendig. Die Stadt mit rund 240.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat ihre Entwicklung nicht dem Zufall überlassen, sondern durch konsequente Entscheidungen geprägt. Im Zentrum der Ausstellung stehen drei grundlegende Prinzipien, die den roten Faden der Stadtentwicklung bilden:

Kontinuität (Continuity) – langfristiges Denken statt kurzfristiger Lösungen. Städte entstehen nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch Entscheidungen, die über Jahrzehnte hinweg Bestand haben.

Kollektivität (Collectivity) – Stadtentwicklung als gemeinschaftlicher Prozess. Lebenswerte Städte entstehen im Zusammenspiel von Politik, Fachwelt und Bevölkerung.

Kompaktheit (Compactness) – eine Stadt, in der Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Begegnung nah beieinander liegen und kurze Wege eine hohe Lebensqualität ermöglichen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass mutige Entscheidungen nicht nur räumliche, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen haben. Sie zeigt, wie Städte ihre eigene Identität stärken und gleichzeitig auf Herausforderungen wie Wohnraummangel, Mobilitätswandel und Klimaanpassung reagieren können. Dabei versteht sich Groningen nicht als Blaupause, sondern als Inspirationsquelle. Jede Stadt steht vor eigenen Herausforderungen und entwickelt eigene Antworten. Genau deshalb wächst „Bold City, Brave Decisions“ mit jedem neuen Ausstellungsort weiter. Seit ihrer Eröffnung war die Ausstellung bereits in Graz, Groningen, Mainz und Rotterdam zu sehen und wird anschließend unter anderem nach Zwolle und Haarlem weiterreisen. Jeder Standort ergänzt die Ausstellung um lokale Perspektiven und erweitert damit den gemeinsamen europäischen Dialog über die Zukunft der Stadt.

Zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten

Trotz der Größe Groningens – etwa doppelt so groß wie Osnabrück – bestehen zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten. Wie Groningen verfügt auch Osnabrück über eine lebendige Kultur- und Kreativszene und ist mit Hochschule, Universität und einer florierenden Start-up-Szene ein dynamischer Forschungs- und Entwicklungsstandort. Warum die Stadt als Standort so optimal ist, erklärt Ellen Schindler, geschäftsführende Partnerin von De Zwarte Hond: „Osnabrück ist ein idealer Ort für unsere Wanderausstellung. Die Stadt steht – wie viele europäische Mittelstädte – vor komplexen Herausforderungen und zugleich vor großen Chancen. Uns interessiert nicht die perfekte Stadt, sondern die Frage, wie mutige Entscheidungen langfristig Qualität schaffen können. Die Ausstellung möchte Menschen zusammenbringen und den Dialog darüber eröffnen, wie wir unsere Städte gemeinsam weiterentwickeln können“. Auch Museumsdirektorin Dr. Vera Hierholzer sieht in der Wanderausstellung einen Gewinn: „Wir freuen uns sehr, dass es dem Verein für Baukultur Osnabrück gelungen ist, die Ausstellung „Mutige Stadt, mutige Entscheidungen. Wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte“ nach erfolgreichen Präsentationen in Graz, Groningen, Mainz und Rotterdam an unser Haus zu holen. Sie bereichert unsere laufende Ausstellung „Zukunft Bauen“ um den Blick auf unser Nachbarland, die Niederlande. Die Besuchenden sehen hier an einem konkreten Beispiel, wie es trotz der großen Herausforderungen unserer Zeit – insbesondere Wohnraummangel und Klimawandel – mit kluger und nachhaltiger Stadtplanung im Dialog mit den Menschen gelingen kann, lebenswerte Städte zu gestalten. Die Ausstellung bietet einen inspirierenden Blick über die eigenen Stadt- und Landesgrenzen hinaus“.

Ausstellung um regionale Inhalte erweitert

In Osnabrück wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Verein für Baukultur um regionale Inhalte erweitert. Der Bereich „Mutige Entscheidungen für Osnabrück“ greift lokale Themen wie die „Grünen Finger“ (13 Freiraumachsen, die wie hereinragende Finger die Stadt eng mit der umgebenden Landschaft verweben), die Innenstadt, Mobilität und das Thema Wasser auf und lädt Besucherinnen und Besucher dazu, eigene Ideen und Perspektiven einzubringen. „Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Groningen Lebensqualität versteht und über Jahrzehnte gestaltet hat, nämlich mit Kontinuität, Kollektivität und Kompaktheit. Es muss nicht immer alles neu erfunden werden, sondern wir können hier in Osnabrück von Städten lernen, die mutige Wege gegangen sind. Der Verein für Baukultur holt die Ausstellung nach Osnabrück, um die Diskussion über eine nachhaltige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung unserer Stadt anzuregen, ähnlich wie bei den Baukulturgesprächen, die wir seit fast zehn Jahren veranstalten. Mit einem eigenen Osnabrück-Kapitel fragen wir innerhalb der Ausstellung, welche mutigen Entscheidungen unsere Stadt braucht und wollen Bürgerinnen und Bürger auffordern, daran mitzuwirken“, erklärt Hermann Kuhl, 2. Vorsitzender des Vereins für Baukultur Osnabrück. Durch interaktive Elemente, Karten und Diskussionsformate wird die Ausstellung zu einem offenen Raum für Austausch – zwischen Politik, Fachwelt und Stadtgesellschaft. „Mutige Stadt, mutige Entscheidungen – wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte“ wird in deutscher und englischer Sprache präsentiert und gefördert durch die Sabine Hagemann Stiftung und die Senator-Friedrich-Lehmann-Stiftung.

22. Mai 2026 0 Kommentare
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Kreml (Archiv)

Russlands Propagandanetz startet verdeckte Desinfo-Offensive gegen Deutschland

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Russlands wichtigste Propagandafabrik soll ihre verdeckten Aktivitäten gegen Deutschland ausweiten. Nach Recherchen des Nachrichtenportals T-Online plant die Social Design Agency (SDA) neben digitalen Desinformationskampagnen offenbar Aktionen unter falscher Flagge sowie den Aufbau eines russlandfreundlichen Wikipedia-Klons für Deutschland. Grundlage sind T-Online zufolge interne Dokumente und Nachrichten der SDA, die in einem Datensatz geleakt wurden.

Wikipedia-Klon und KI-Training mit Desinformation

Die Social Design Agency, die unter EU-Sanktionen steht und im Auftrag der Präsidialadministration arbeitet, verantwortet laut den T-Online vorliegenden Unterlagen nicht mehr nur Online-Kampagnen. Den Dokumenten zufolge wurden die Server für eine „selbstaktualisierende Wissensdatenbank“ bereits gestartet und Webseiten vorbereitet. Das Projekt umfasse bislang über 200.000 Seiten.
Diese Seiten sollen T-Online zufolge unter anderem dafür verwendet werden, mit den im Auftrag des Kremls bereitgestellten Desinformationen KI-Plattformen wie ChatGPT zu trainieren. Dafür will die SDA monatlich rund 500 Artikel manuell redigieren, 200 Artikel sollen pro Monat suchmaschinenoptimiert werden.

Verfassungsschutz und Experte prüfen Echtheit des Leaks

Ein Sprecher des Bundesamtes für Verfassungsschutz sagte T-Online: „Der Leak ist hier bekannt, die Auswertung dauert noch an.“
Der Politikwissenschaftler Thomas Rid, Professor für Strategische Studien an der Johns Hopkins University und Experte für Desinformationskampagnen, sagte T-Online: „Ich gehe aufgrund der Umstände, der Inhalte und der Chronologie davon aus, dass das Leak echt ist.“

Hinweise auf Aktionen unter falscher Flagge in Europa

Der Plan für den Wikipedia-Klon reiht sich T-Online zufolge ein in mehrere weitere verdeckte Operationen, von denen ebenfalls in den Dokumenten die Rede ist. Diese enthalten demnach erstmals Belege, dass die Agentur neben Desinformationsoffensiven auch Aktionen unter falscher Flagge in Europa organisiert.
Dazu zählt laut T-Online mutmaßlich eine Sabotageaktion, bei der in Deutschland kurz vor der Bundestagswahl Hunderte Autos mit Bauschaum stillgelegt wurden. Die Täter hatten damals eine falsche Fährte gelegt und an den Tatorten Aufkleber mit der Aufschrift „Sei Grüner!“ und einem Foto des damaligen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) hinterlassen. Ziel war offenkundig, die Grünen im Wahlkampf zu diskreditieren.
Auch die Staatsanwaltschaft Ulm geht laut T-Online von Drahtziehern in Russland aus. Ein Chatverlauf von SDA-Mitarbeitern stützt nun T-Online zufolge diese Version.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Schienen (Archiv)

Italo fordert feste ICE‑Trassen und Bahnhofsflächen in Deutschland

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der italienische Bahnbetreiber Italo drängt die Bundesregierung zu einer Neuregelung der Vergabe von Hochgeschwindigkeitsstrecken und pocht auf bessere Bedingungen für neue Wettbewerber. An diesem Freitag will das Unternehmen seine Forderungen in einer Anhörung bei der Bundesnetzagentur vortragen, bei der auch Deutsche Bahn und Flixtrain ihre Positionen darstellen wollen. In einem Schreiben an die Behörde verlangt Italo unter anderem reservierte Kapazitäten und Zugang zu Serviceeinrichtungen in Bahnhöfen.

Italo fordert reservierte Kapazitäten für neue Wettbewerber

In einem vierseitigen Schreiben, über das der „Spiegel“ berichtet, fordern die Italiener „die Gewährleistung eines festgelegten Mindestanteils an Kapazitäten, die speziell für neue Marktteilnehmer reserviert sind“. Italo wolle nicht mit „Restkapazitäten“ abgespeist werden, sondern ein „stabiles Leistungsangebot in regelmäßigen Intervallen“ zugesprochen bekommen, heißt es in dem Schriftstück weiter. Außerdem stünden dem neuen Marktteilnehmer „Serviceeinrichtungen und gewerbliche Flächen in Bahnhöfen“ zu, also etwa Ticketcenter und Lounges. „Wir verlangen keine Sonderbehandlung“, beteuern die Italiener. Es gehe lediglich darum, „ein Mindestmaß an Investitionssicherheit zu gewährleisten“.

Pläne für Markteintritt in Deutschland

Luca Cordero di Montezemolo, Unternehmenschef von Italo, hatte kürzlich angekündigt, im großen Stil in den deutschen Markt einsteigen zu wollen. Das Unternehmen fordert dazu langfristige Rahmenverträge, die in Deutschland aber derzeit nicht vergeben werden. Montezemolo will schon bis Ende Mai Gewissheit, wie die Netzkapazitäten langfristig verteilt werden.

Produktionszwänge bei Siemens als Begründung

Ihr forsches Auftreten begründen die Italiener mit Produktionszwängen bei Siemens, wo Italo einen Großauftrag für Züge platzieren will. Um das entsprechende Zeitfenster bei Siemens einzuhalten, „müssen wir den endgültigen Vertrag bis Juni unterzeichnen“, teilte der Konzern dem „Spiegel“ mit.

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Frauen mit

Steuerzahlerbund drängt auf Reform und Sparen beim Elterngeld

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der Bund der Steuerzahler dringt auf eine Neuausrichtung des Elterngelds und verweist mit Blick auf den größten Posten im Haushalt von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) auf die Notwendigkeit von Einsparungen. Präsident Reiner Holznagel warnt zugleich vor einer Belastungsprobe für Steuerzahler und ihre Familienpläne und fordert besonderen Schutz und Förderung von Familien.

Bund der Steuerzahler fordert Reform des Elterngelds

Der Bund der Steuerzahler verlangt eine grundlegende Neuausrichtung des Elterngelds. Mit Blick auf den größten Posten im Haushalt von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sagte Präsident Reiner Holznagel der „Rheinischen Post“: „Zurecht ist jedes Ressort gefordert, zu sparen, so auch das Familienministerium. Eine Neuausrichtung des Elterngelds ist somit nahezu zwangsläufig, denn die Zeit der Tabus im Haushalt ist vorbei.“

Warnung vor Belastung für Familien

Gleichzeitig mahnte Holznagel laut „Rheinischer Post“, die Sparanstrengungen des Bundes dürften nicht zur Belastungsprobe für Steuerzahler und ihre Familienpläne werden. Familien müssten „besonders geschützt und gefördert“ werden, sagte Holznagel der Zeitung. Dies könne nach seinen Worten auch über steuerliche Vorteile oder stärkere Boni in den umlagefinanzierten Sozialversicherungssystemen geschehen, die auf nachkommende Beitragszahler angewiesen seien.

Einsparziel im Familienetat

Ministerin Prien muss 2027 in ihrem Etat 500 Millionen Euro einsparen.

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Flixtrain (Archiv)

Flixtrain verdoppelt Angebot und greift Bahn im Fernverkehr an

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der Münchner Zug- und Fernbusbetreiber Flix plant, sein Fernzugangebot in den kommenden Jahren deutlich auszuweiten. Bereits bis 2027 soll sich die Größe des Flixtrain-Angebots verdoppeln, bevor ab 2028 neue Züge des spanischen Herstellers Talgo zum Einsatz kommen. Auf wichtigen Fernverkehrsachsen wie Berlin–Hamburg, Hamburg–Köln und Berlin–Leipzig sind deutlich dichtere Takte vorgesehen.

Flix will Angebot auf der Schiene rasch ausbauen

Der Münchner Zug- und Fernbusbetreiber Flix will sein Angebot auf der Schiene im kommenden Jahr deutlich erweitern. Das berichtet der „Spiegel“. Die Zugsparte Flixtrain macht der Bahn im Fernverkehr seit 2018 Konkurrenz, allerdings nur auf ausgewählten Strecken und in überschaubarer Taktung. Das soll sich ändern.
Vergangenes Jahr hatte das Unternehmen den Kauf von bis zu 65 Zügen des spanischen Herstellers Talgo angekündigt, die von 2028 an geliefert werden sollen. Doch so lange will Flix mit der Expansion nicht warten. „Wir werden die Größe unseres Angebots bereits in den nächsten zwei Jahren bis zum Einsatz der neuen Talgo-Züge verdoppeln“, sagte André Schwämmlein, Flix-Chef, dem „Spiegel“. Man werde in einer höheren Taktung fahren und längere Züge einsetzen.

Mehr Fahrten auf wichtigen Fernverkehrsachsen

Erstmals nennt Flixtrain für 2027 Details. Auf der Strecke Berlin – Hamburg will das Unternehmen bis zu zehnmal täglich im Zwei-Stunden-Takt fahren und damit rund ein Drittel mehr Abfahrten pro Woche anbieten als bislang. Kunden kämen nun „nicht mehr in die Situation, dass sie gerne Flix nutzen möchten, aber zur gewünschten Zeit nur ein ICE fährt“, sagte Schwämmlein laut „Spiegel“. Zwischen Hamburg und Köln will Flixtrain die Anzahl der Abfahrten pro Woche verdoppeln, ebenso auf der Strecke Berlin – Leipzig.

Talgo-Züge als Grundlage für Hochfrequenznetz

Einen größeren Sprung will das Unternehmen allerdings erst im Sommer 2028 wagen. Mit den neuen Talgo-Zügen wolle man „ein Hochfrequenznetz aufbauen, das alle deutschen Metropolen miteinander verbindet“, hatte Schwämmlein im Herbst angekündigt, wie der „Spiegel“ berichtet. Darunter dürfte auch die Flix-Heimatstadt München sein.

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Die spezielle Curving Cut Schere. / Foto: Mailin Goldkamp

Locken mit Konzept: Hier gibt es den innovativen Curving Cut in Osnabrück

von Mailin Goldkamp 22. Mai 2026

Im Friseursalon Hairstyle in der Osnabrücker Rehmstraße dreht sich alles um besondere und innovative Haarschneidetechniken. Inhaberin und Friseurmeisterin Eva Modrzejewski hat sich bereits vor einigen Jahren auf den sogenannten Calligraphy Cut spezialisiert – eine Schnitttechnik, bei der das Haar nicht mit einer herkömmlichen Schere, sondern mit einer speziellen Klinge geschnitten wird und die als besonders haarschonend gilt. Seit einiger Zeit bietet sie außerdem den Curving Cut an – eine Technik, die speziell auf Naturlocken abgestimmt ist und mit einer besonderen Schere durchgeführt wird.

Vom Calligraphy Cut zur Lockenspezialistin

Der Weg zur Spezialisierung begann vor rund fünf Jahren durch ihre Kollegin Elke Göttgens, die bereits intensiv mit dem Calligraphy Cut und Locken arbeitete und zudem die sogenannte „Curving-Cut-Schere“ entwickelte – ein Werkzeug, das speziell auf die Bedürfnisse von Naturlocken ausgelegt ist. „Ich bin froh, dass meine Kollegin mich damals auf das Thema aufmerksam gemacht hat“, erzählt Modrzejewski.

Heute investiert die Friseurmeisterin regelmäßig Zeit in Seminare und Fortbildungen. Erst im Februar besuchte sie eine Schulung zum Thema Afrohaare und Naturlocken. Denn das klassische Friseurhandwerk behandle das Thema Locken oft nur am Rande. „Das lernt man in der Ausbildung häufig nicht wirklich“, sagt Eva Modrzejewski. Genau darin habe sie jedoch eine Marktlücke erkannt – und gleichzeitig die Chance, sich in einem hart umkämpften Markt gezielt abzuheben.

Trockenschnitt statt Überraschungseffekt

Das Besondere am Curving Cut: Die Haare werden überwiegend im trockenen Zustand geschnitten – anders, als es im klassischen Friseuralltag meist üblich ist. „Bei Locken sieht man trocken einfach besser, wie die Haare fallen“, erklärt Eva. „Sonst springen sie später oft höher als erwartet.“

Scherzhaft vergleicht sie die Technik mit dem Schneiden eines Buchsbaums: Form und Volumen seien im trockenen Zustand deutlich besser erkennbar. Für einen Lockenschnitt nimmt sich die Friseurmeisterin deshalb bewusst viel Zeit. Zwischen eineinhalb und zwei Stunden dauert ein Termin im Durchschnitt.

Etwa zwei Kundinnen pro Tag kommen gezielt wegen ihrer Naturlocken zu ihr. Insgesamt betreut sie täglich rund vier Kundinnen. Viele von ihnen hätten zuvor schlechte Erfahrungen gemacht. „Lockenkundinnen haben oft Angst vorm Friseur“, erzählt Modrzejewski. Nicht wenige hätten sich ihre Haare über Jahre hinweg selbst geschnitten. Deshalb bietet sie zunächst kostenlose Beratungstermine an, um Vertrauen aufzubauen.

Positive Resonanz von vielen Seiten

Die Resonanz auf das Angebot sei durchweg positiv. Besonders schätzen Kundinnen, dass die Schnitte oft sechs bis acht Monate halten. Durch die Kombination aus Curving Cut und Calligraphy-Technik bleibe die Form häufig besonders lange erhalten. „Lockenkundinnen sind unglaublich dankbar“, sagt Eva. Gerade Menschen mit Naturlocken hätten oft jahrelang nach einem Friseur gesucht, der ihre Haarstruktur wirklich versteht. „Es gab auch Phasen, in denen ich aus dem Beruf aussteigen wollte“, erzählt sie offen. Gerade deshalb seien die heutigen Erfolgserlebnisse und die vielen zufriedenen Kundinnen für sie umso schöner.

22. Mai 2026 0 Kommentare
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Samsung einigt sich auf Rekordboni für Mitarbeiter

Samsung einigt sich auf Rekordboni für Mitarbeiter

von Redaktion Hasepost Videonews 22. Mai 2026


Samsung verhindert Streik durch hohe Boni für Halbleiter-Mitarbeiter.

Samsung Electronics hat einen geplanten Streik in letzter Minute abgewendet, indem es sich mit der Gewerkschaft auf ein umfangreiches Lohnpaket einigte. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Mitarbeiter der Halbleitersparte Device Solutions einen Sonderbonus erhalten. Dieser Bonus wird aus den Rekordgewinnen des Unternehmens finanziert, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Hardware entstanden sind, wie die Berliner Zeitung berichtet. Die Einigung betrifft etwa 48.000 Mitarbeiter, was knapp 40 Prozent der koreanischen Belegschaft entspricht. Der größte Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens konnte damit verhindert werden, wie der Korea Herald berichtet.

Bonuszahlungen in Aktien gebunden an Gewinne

Die vorläufige Vereinbarung muss jedoch noch von den Gewerkschaftsmitgliedern bestätigt werden. Ein zentraler Punkt der Einigung ist die Ausschüttung von 10,5 Prozent eines gemeinsam definierten Geschäftsergebnisses als Bonus. Die bisherige Deckelung auf 50 Prozent des Jahresgehalts entfällt, und die Prämie wird über zehn Jahre vollständig in Unternehmensaktien ausgezahlt, gebunden an bestimmte Gewinnziele. Laut Unternehmensangaben sollen die Boni 2026 im Schnitt rund 509 Millionen Won (etwa 291.000 Euro) pro Person betragen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Samsung erhöht Prämien nach Gewerkschaftsdruck

Beschäftigte im Speicherchipgeschäft könnten sogar bis zu 600 Millionen Won vor Steuern erhalten. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich gefordert, 15 Prozent des operativen Gewinns für Boni bereitzustellen. Auslöser des Konflikts war der Vergleich mit dem Konkurrenten SK Hynix, der im September 2025 seine Bonusobergrenze abgeschafft und einen Anteil von 10 Prozent des operativen Gewinns für Mitarbeiterprämien festgelegt hatte. Samsung erklärte in einer Stellungnahme, die Einigung sei „später gekommen als erwartet“ und man wolle künftig „eine reifere und konstruktivere Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern aufbauen“. Der südkoreanische Premierminister Kim Min-seok hatte vor „tiefen Narben für die nationale Wirtschaft“ gewarnt, da Samsung für mehr als zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes steht.

Samsung-Deal könnte Lohnmodell für ganz Korea werden

Analysten warnen, dass das Modell zum Maßstab für weitere Branchen werden könnte. Die Gewerkschaften von Hyundai Motor und Kia fordern bereits ähnliche Boni. Die Korea Enterprises Federation kritisierte jedoch, dass die Einigung „die besondere Situation von Samsung Electronics“ widerspiegele und nicht als allgemeines Vorbild dienen dürfe. Wirtschaftsprofessor Kim Dae-jong warnte vor einer Verschärfung der Lohnungleichheit und den finanziellen Folgen für kleine und mittlere Unternehmen.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Ebola-Ausbruch im Kongo: Behandlungszentrum in Brand gesetzt

Ebola-Ausbruch im Kongo: Behandlungszentrum in Brand gesetzt

von Redaktion Hasepost Videonews 22. Mai 2026


Wütende Angehörige stecken Ebola-Klinik im Kongo in Brand. Die Lage spitzt sich zu.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Lage aufgrund des Ebola-Ausbruchs weiter zugespitzt. Im Streit um die Leiche eines Ebola-Toten ist ein Behandlungszentrum in Brand gesetzt worden. Die Familie des Verstorbenen wollte die Leiche für eine traditionelle Bestattung abholen, doch die Ärzte verweigerten dies aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr. Wie der Spiegel berichtet, kam es daraufhin zu Tumulten, bei denen Steine geworfen wurden und schließlich zwei Behandlungszelte in Rwampara in der Provinz Ituri niederbrannten. Vier Patienten konnten sich retten, während eine Leiche in den Flammen verbrannte.

Späte Polizei verhindert Ebola-Ausbreitung nicht

Die Polizei traf zu spät ein, um die Ausschreitungen zu verhindern. Die Leiche eines an Ebola Verstorbenen ist hoch ansteckend und muss nach strengen Regeln bestattet werden, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. In der Region ist es jedoch üblich, die Toten zu waschen und zu berühren, was die Gefahr der Weiterverbreitung des Virus erhöht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegt, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Bisher gibt es fast 600 Verdachtsfälle und mehr als 130 vermutete Todesfälle, wie die Zeit berichtet.

WHO ruft Notstand aus ohne Impfstoff und Therapie

Die WHO hat einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, da sich das Virus weiter ausbreitet und die Lage als besorgniserregend eingestuft wird. Der aktuelle Ebola-Ausbruch wird durch den seltenen Bundibugyo-Typ des Virus verursacht, für den es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Therapie gibt. Dies erschwert die Eindämmung des Ausbruchs zusätzlich. Im Nachbarland Uganda sind bisher zwei Fälle von Ebola-Infektionen bekannt geworden, die von Reisenden aus dem Kongo eingeschleppt wurden. Die ugandische Regierung hat als Vorsichtsmaßnahme alle Flüge in den Kongo eingestellt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Konflikte und Armut befeuern Ebola-Krise

Die gewaltsamen Konflikte in der Region und die schlechte medizinische Infrastruktur erschweren die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs. Experten gehen davon aus, dass das Virus bereits seit einigen Monaten unentdeckt zirkuliert, bevor es identifiziert wurde. Die aktuelle Situation erinnert an die verheerende Ebola-Epidemie in Westafrika in den Jahren 2014 und 2015, bei der mehr als 11.000 Menschen starben. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, den Ausbruch einzudämmen und die Bevölkerung vor weiteren Infektionen zu schützen.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Industrieanlagen (Archiv)

Ifo-Geschäftsklima steigt leicht – deutsche Wirtschaft stabilisiert sich

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Mai nach dem Rückgang im März und April leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 84,9 Punkte, nach 84,5 Punkten im April, wie das Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Die deutsche Wirtschaft stabilisiere sich vorerst, die Lage bleibe aber fragil.

Leichte Erholung der Unternehmensstimmung

Die Unternehmen in Deutschland waren im Mai etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zugleich fiel der Blick auf die kommenden Monate weniger pessimistisch aus. Nach Angaben des Ifo-Instituts verbesserten sich damit sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen.
Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima etwas verbessert. Grund dafür waren positivere Urteile zur aktuellen Lage. Die Erwartungen trübten sich hingegen weiter ein, und die Zahl der Neuaufträge ging zurück.

Deutliche Aufhellung im Dienstleistungssektor

Im Dienstleistungssektor hat der Index deutlich zugelegt. Insbesondere die Erwartungen erholten sich nach dem Einbruch in den letzten beiden Monaten. Die Unternehmen bewerteten auch die laufenden Geschäfte etwas besser. Die Stimmung in der Logistik bleibt angespannt, ist aber „nicht mehr so katastrophal wie im Vormonat“. Gleiches gilt für den Tourismussektor.

Unterschiedliche Entwicklungen in Handel und Bau

Im Handel ist das Geschäftsklima wieder gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage, und der Pessimismus bei den Erwartungen nahm etwas ab. Dennoch bleibt die Lage aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel schwierig.
Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima leicht nachgegeben. Dies war auf eine schlechtere Bewertung der Geschäftslage zurückzuführen. Die Erwartungen legten nach dem Einbruch im Vormonat etwas zu. Die Unternehmen sind dennoch weiterhin skeptisch.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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