Angesichts der Totalsperrung der Bonner Nordbrücke dringt Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) auf deutlich mehr Tempo bei der Sanierung von Autobahnbrücken in Deutschland. In einem Antrag, den das Land Nordrhein-Westfalen an diesem Freitag in den Bundesrat einbringt, fordert er unter anderem, die Zahl modernisierter Brücken-Teilbauwerke bundesweit zu verdoppeln und zusätzliche Finanzmittel umzuschichten.
Mehr Tempo bei der Brückensanierung gefordert
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) dringt angesichts der Totalsperrung der Bonner Nordbrücke auf eine grundlegende Beschleunigung der Sanierung von Autobahnbrücken in ganz Deutschland. „Wir müssen im Vorgriff sanieren, anstatt immer nur hinterherzulaufen“, sagte Krischer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).
In einem Antrag, den das Land Nordrhein-Westfalen an diesem Freitag in den Bundesrat einbringt, fordert Krischer, bundesweit pro Jahr mindestens 400 Brücken-Teilbauwerke zu modernisieren, statt der aktuell 200. Dafür müssten nach seinen Vorstellungen die notwendigen Voraussetzungen und Kapazitäten bei der Autobahn GmbH geschaffen werden.
Verschiebung der Mittel hin zum Erhalt
Krischer verweist darauf, dass sich die Mittelverwendung in den vergangenen Jahren bereits deutlich zugunsten des Erhalts verschoben habe. „Früher flossen zwei Drittel der Mittel in den Neu- und Ausbau und nur ein Drittel in den Erhalt. Dieses Verhältnis hat sich inzwischen umgekehrt – teilweise fließen fast 80 Prozent in den Erhalt. Das ist völlig richtig“, sagte Krischer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Gleichzeitig sieht der Verkehrsminister weiteren Handlungsbedarf bei Planung und Ressourcenausstattung. Bei der Bereitstellung der Ressourcen und der Planung müsse nach seinen Worten noch deutlich nachgesteuert werden.
Forderung nach mehr Geld aus Sondervermögen
In dem Bundesratsantrag verlangt Krischer zudem, mehr Geld als bisher aus dem Sondervermögen in den Erhalt und den Ersatz von Infrastruktur fließen zu lassen. Außerdem müsse die Höhe der Bundes-Investitionen auf das tatsächlich notwendige Niveau gehoben werden, heißt es in dem Vorstoß Nordrhein-Westfalens.
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