BahnBonus, Ganztagsbetreuung und KI-Kennzeichnung: Was sich ändert
Ab dem 1. August 2026 treten in Deutschland mehrere Neuregelungen in Kraft, die verschiedene Lebensbereiche betreffen. Die Deutsche Bahn passt ihr Bonusprogramm an: Freifahrten in der 2. Klasse sind dann bereits ab 750 statt bisher 1.000 Punkten erhältlich, sofern es sich um günstige Tickets handelt, wie der RBB berichtet. In der 1. Klasse sinkt der Punktepreis von 1.500 auf 1.250. Flexible Gutscheine für Hin- und Rückfahrten werden jedoch deutlich teurer – eine einfache Fahrt in der 2. Klasse kostet künftig 2.500 statt 2.000 Punkte, die Hin- und Rückfahrt sogar 4.000 statt 3.000 Punkte. Die genauen Preise bei hoher Nachfrage sind noch nicht bekannt gegeben worden.
Gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab August
Für Familien mit Erstklässlern gibt es ab August einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung in der Schule, wie sowohl der MDR als auch news.de bestätigen. Dieser Anspruch soll in den kommenden Jahren schrittweise auf höhere Klassenstufen ausgeweitet werden. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und unfreiwillige Teilzeitarbeit von Eltern zu reduzieren. In Berlin werden zudem an 140 Grundschulen in sozialen Brennpunkten die Klassengrößen von 24 auf 20 Kinder verkleinert, wie der RBB mitteilt.
Einspeisevergütung für Solaranlagen sinkt um ein Prozent
Im Bereich der erneuerbaren Energien sinkt die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen um ein Prozent, wie der MDR und news.de übereinstimmend berichten. Diese halbjährliche Anpassung betrifft nur Neuanlagen; bestehende Anlagen behalten ihre Vergütung für 20 Jahre. Zudem müssen Unternehmen ab dem 2. August KI-generierte Inhalte klar als solche kennzeichnen, wie der RBB und der MDR schreiben. Dies gilt insbesondere für geschäftliche Anwendungen und Medienbereiche. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Die EU stellt hierfür kostenlose Icons zur visuellen Kennzeichnung bereit.
EU verschärft PFAS-Grenzwerte in Verpackungen
Ab dem 12. August gelten EU-weit strengere Grenzwerte für PFAS in Lebensmittelverpackungen, wie der MDR berichtet. Diese als „Ewigkeitschemikalien“ bekannten Stoffe werden unter anderem in fett- und wasserabweisenden Verpackungen wie Pizzakartons eingesetzt. Die neuen Regelungen sollen die gesundheitlichen Risiken durch diese schwer abbaubaren Substanzen verringern.
IKK Classic erhöht Zusatzbeitrag auf 3,85 Prozent
Zusätzlich erhöht die gesetzliche Krankenkasse IKK Classic ihren Zusatzbeitrag ab August um 0,45 Prozentpunkte auf 3,85 Prozent, wie der MDR mitteilt. Damit steigt der Gesamtbeitrag auf 18,45 Prozent, wobei Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten jeweils zur Hälfte tragen. Versicherte haben ein Sonderkündigungsrecht bis zum 31. August 2026.