Nach der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August haben Augenärzte bei einigen Beobachtern Netzhautschäden diagnostiziert. In großen Kliniken wurden bis zu 20 Patienten vorstellig, während Praxen vereinzelt oder keine Fälle verzeichneten. Experten warnen vor noch unentdeckten Verletzungen.
Einzelne Schäden, aber keine Massenfälle
Ein kleiner Bruchteil der Menschen, die sich nach der Sonnenfinsternis augenärztlich kontrollieren ließen, habe tatsächlich eine nachweisbare Schädigung der Netzhaut, „Von den Menschen, die sich augenärztlich kontrollieren ließen, hatte ein kleiner Bruchteil tatsächlich eine nachweisbare Schädigung der Netzhaut“. Christian Richter, Ressortleiter beim Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte (BVA), dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Konkrete Zahlen nannte er nicht.
Bundesweit seien in den großen Augenkliniken jeweils bis zu 20 Patienten vorstellig geworden, so Richter. In regulären Augenarztpraxen reiche die Spanne von keinen bis zu vereinzelten Vorstellungen. Zudem warnte er, es sei noch nicht absehbar, „wie viele Menschen Veränderungen in den nächsten Tagen erst bemerken und danach zur augenärztlichen Kontrolle gehen“.
Aufklärung und Schutzbrillen als Erfolgsfaktoren
Dass ein massenhaftes Auftreten schwerer Augenverletzungen ausblieb, führen die Experten auf die Aufklärungsarbeit im Vorfeld zurück. „Die Information der Bevölkerung zu präventiven Schutzmaßnahmen durch die verschiedenen Medien hat wohl geholfen“, bilanzierte Richter gegenüber dem RND.
Dies bestätigen die Augenoptiker: „Die große Nachfrage nach Sonnenfinsternisbrillen hat viele Augenoptikbetriebe in diesem Jahr spürbar beschäftigt“, sagte Kai Jäger, Präsident des Zentralverbands der Augenoptiker (ZVA), dem RND. Da das Ereignis wegen der guten Wetterbedingungen vielerorts gut zu beobachten war, sei das Interesse entsprechend groß gewesen. Laut dem ZVA-Präsidenten lägen den Optikern aktuell aber keine Meldungen über ein erhöhtes Aufkommen von Sehstörungen bei der eigenen Kundschaft vor.