Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bewertet den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als gescheitert und sieht das Land historisch vor allem in der Defensive stark. Am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian äußerte er zugleich die Bereitschaft zu Friedensgesprächen, knüpfte diese aber an Bedingungen und wies Forderungen Russlands als inakzeptabel zurück.
Merz: Russland offensiv „nie sehr erfolgreich“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht Russland im Krieg gegen die Ukraine gescheitert. Es sei historisch richtig, dass Russland „immer gut in der Defensive“ war, um Angriffe abzuwehren, aber das Land sei „in seiner Geschichte nie sehr erfolgreich gewesen, Aggressionskriege zu führen, also offensiv Erfolg zu haben“, sagte der deutsche Bundeskanzler am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian laut dts Nachrichtenagentur.
Einschätzung zu US-Präsident Trump
Zu den Positionen von US-Präsident Donald Trump sagte Merz, er habe den Eindruck, dass sich Trump „nach und nach für diese Einschätzung auch öffnet und mit uns zusammen jetzt einen Weg sucht, diesen Krieg zu beenden“, so Merz am Dienstagabend vor Journalisten, wie die dts Nachrichtenagentur meldete.
Bereitschaft zu Friedensgesprächen
Merz berichtete weiter, man habe gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj den amerikanischen Präsidenten wissen lassen: „Wir sind bereit zu Friedensgesprächen, allerdings müssen diese Gespräche am richtigen Punkt ansetzen“, sagte der Bundeskanzler laut dts Nachrichtenagentur. Nicht hinnehmbar sei Russlands Forderung, dass die Ukraine den freien Teil des Donbas aufgeben muss, so Merz.
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