30-Jähriger stirbt nach Schüssen auf offener Straße – Täter flüchtig
In der Nacht auf Montag ist ein 30-Jähriger in Berlin-Charlottenburg auf offener Straße erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich kurz vor Mitternacht auf dem Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten, wie die Berliner Polizei auf X mitteilte. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch Sanitäter starb der Mann noch am Tatort. Die mutmaßlichen Täter sind laut einer Polizeisprecherin auf der Flucht. Zuvor hatte es zwischen mehreren Personen einen Streit gegeben, dessen Hintergründe noch unklar sind. Auch die genaue Anzahl der abgefeuerten Schüsse wurde nicht bekannt gegeben. Die 1. Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen, wie t-online.de und berlin.t-online.de übereinstimmend berichten.
Gewalt eskaliert am Berliner Bahnhof Zoo
Der Tatort liegt im Berliner Westen, in unmittelbarer Nähe zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt Bahnhof Zoologischer Garten. Der Ort ist für viele Touristen ein Ausgangspunkt zur Erkundung des westlichen Stadtteils, etwa zur Einkaufsmeile Kurfürstendamm oder zur Gedächtniskirche. In den vergangenen Wochen hatte es in Berlin bereits mehrere Vorfälle mit Schusswaffen gegeben. So schossen Unbekannte am frühen Sonntagmorgen auf die Scheibe einer Gaststätte in Neukölln, und am Wochenende zuvor wurde ein 38-Jähriger in Schöneberg angeschossen.
Behörden prüfen die nächsten Schritte
Laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel hat der Einsatz von Schusswaffen in Berlin in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Im Februar erklärte sie im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, dass Streitigkeiten heute häufiger mit Schusswaffen als mit Fäusten ausgetragen würden. Die Statistik der Berliner Polizei bestätigt diesen Trend: Im Jahr 2025 wurden 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch registriert – ein Anstieg von 68 Prozent im Vergleich zu 2024. In mehr als 500 dieser Fälle wurde tatsächlich geschossen.