Die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages, Anja Karliczek (CDU), erwartet durch die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zum 1. Juli keine Entlastung beim Preisanstieg für Flugtickets. Gegenüber der „Rheinischen Post“ betonte sie, die Entlastung könne die aufgrund der Energiekrise steigenden Ticketpreise nicht kompensieren.
„Ticket-Preise werden noch stärker anziehen“
Die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages Anja Karliczek (CDU) sieht die Reisebranche angesichts der Energiekrise vor großen Herausforderungen. Karliczek sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Natürlich erlebt die Reiseverkehrsbranche gerade wieder schwere Zeiten. Und natürlich werden die Ticket-Preise noch stärker anziehen. Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben.“
Begrenzte Wirkung der Steuersenkung
Die beschlossene Senkung der Luftverkehrssteuer leiste nach den Worten von Karliczek nur einen ersten Beitrag dazu, „dass unsere Flughäfen und Fluglinien gegenüber der ausländischen Konkurrenz nicht noch mehr den Anschluss verlieren“, wie sie der „Rheinischen Post“ sagte. Deutschland brauche attraktive Drehkreuze, „auch für die Touristen, die zu uns kommen“.
Hohe Kerosinpreise als globaler Faktor
Die hohen Kerosinpreise seien im Gegensatz zu nationalen Standortkosten „keine Wettbewerbsverzerrung zulasten der deutschen Flughäfen, sondern ein Preisphänomen, mit dem alle Airlines kalkulieren müssen“, sagte Karliczek der „Rheinischen Post“.
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