# Linke fordert Gewinnmargendeckel für fossile Energiekonzerne Datum: 08.05.2026 06:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/linke-fordert-gewinnmargendeckel-fuer-fossile-energiekonzerne-710359/ --- Die Linkspartei dringt auf einen Gewinnmargendeckel für fossile Energiekonzerne, um aus ihrer Sicht übermäßige Profite mit Kraftstoffen zu begrenzen. Nach einem Beschluss des Parteivorstandes, über den das "Handelsblatt" berichtet, sollen Preiserhöhungen an den Tankstellen künftig genehmigungspflichtig werden. Die Partei verweist dabei auf Regelungen in Ländern wie Belgien und Luxemburg und sieht darin ein wirksames Mittel gegen steigende Kraftstoffpreise. ## Beschluss des Parteivorstandes Die Linkspartei fordert einen Gewinnmargendeckel für fossile Energiekonzerne. Dieser soll nach dem Vorbild anderer Länder wie Belgien oder Luxemburg begrenzen, wie viel Gewinn Unternehmen mit dem Verkauf von Kraftstoffen machen dürfen. Das sieht ein Beschluss des Parteivorstandes vor, über den das „Handelsblatt“ berichtet. Preisanhebungen wären danach genehmigungspflichtig. Das würde die Teuerung an den Tankstellen effektiv begrenzen, ist die Linke überzeugt. ### Begründung mit „dreisten Zusatzgewinnen“ Parteivorsitzende Ines Schwerdtner begründete den Vorstoß gegenüber dem „Handelsblatt“ mit außergewöhnlich hohen Profiten der Branche: „Seit Ausbruch des Iran-Krieges erzielen fossile Energiekonzerne dreiste Zusatzgewinne, denn der Anstieg der Verbraucherpreise liegt über dem Anstieg der Weltmarktpreise“. Fossile Energiekonzerne hätten im März Übergewinne von bis zu 21 Millionen Euro pro Tag erzielt. Diese „nutzen den Krieg schamlos aus, während hart arbeitende Menschen unter der Krise leiden“. Das sei nur aufgrund ihrer großen Marktmacht möglich, die der Staat endlich begrenzen müsse. ### Kritik an der Bundesregierung Schwerdtner warf der Bundesregierung vor, nicht entschlossen genug gegen hohe Gewinne der Energiekonzerne vorzugehen. Die Bundesregierung sei zu „feige, um sich mit großen Konzernen und der fossilen Lobby anzulegen“. Ihre Instrumente – Tankrabatt und 12-Uhr-Regel – reichten nicht aus oder machten die Situation sogar noch schlimmer, kritisierte Schwerdtner gegenüber dem „Handelsblatt“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück