In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bahnt sich eine personelle Neuordnung an: Günther Krings soll Erster parlamentarischer Geschäftsführer werden. Zugleich werden der designierte neue Fraktionschef Thorsten Frei und der bisherige Geschäftsführer Steffen Bilger als zentrale Figuren einer umfassenden Rochade gehandelt, wie das „Handelsblatt“ berichtet.
Krings soll zentrale Rolle übernehmen
Nach Informationen des „Handelsblatts“ unter Berufung auf Parteikreise soll Günther Krings Erster parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden. Der Chef der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen würde damit ein wichtiger Mitstreiter des designierten neuen Fraktionschefs Thorsten Frei.
Der bisherige Geschäftsführer Steffen Bilger wird laut „Handelsblatt“ als Nachfolger für Philipp Amthor als parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium gehandelt. Bilger war bereits in der Vergangenheit Staatssekretär im Verkehrsministerium. Ob er tatsächlich ins Digitalministerium wechselt oder eine andere Verwendung für ihn gefunden wird, ist nach diesen Angaben noch offen. Eine Bestätigung für die geplanten Wechsel gibt es bisher nicht.
Rochade wegen Landesproporz
Eine Rochade scheint nach dem Bericht des „Handelsblatts“ nötig, da mit Frei und Bilger zwei Vertreter aus Baden-Württemberg an der Fraktionsspitze stünden. Darüber hinaus sitzen demnach noch drei weitere Abgeordnete aus dem Landesverband Baden-Württemberg im Fraktionsvorstand. Damit wären fünf der 20 Mitglieder Baden-Württemberger, sollte Frei kommende Woche Mittwoch zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden.
Krings würde künftig anstelle von Jens Spahn den größten Landesverband Nordrhein-Westfalen in der Führung repräsentieren.