Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) begrüßt die geplante Berufung von Nina Warken (CDU) zur neuen Chefin des Bundeskanzleramtes. Eine Frau an der Spitze des Kanzleramts würde nach ihrer Einschätzung auch die Frauenquote im Koalitionsausschuss deutlich erhöhen. Gleichzeitig äußerte sich Hubig erstmals persönlich zum Rücktritt von Jens Spahn (CDU) nach dem sogenannten Leihmutter-Eklat und würdigte dessen Entscheidung für die Familie.
Hubig sieht Signalwirkung in weiblicher Nachbesetzung
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wertet es als positives Signal, dass mit Nina Warken (CDU) eine Frau die offene Position im Bundeskanzleramt übernehmen soll. „Eine Frau als Chefin des Bundeskanzleramtes würde auch die Frauenquote im Koalitionsausschuss verdoppeln“, sagte Hubig dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe).
Der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) soll Nachfolger von Jens Spahn (CDU) an der Spitze der Unionsbundestagsfraktion werden. Auf seine Position im Bundeskanzleramt soll laut „Bild“ und „Handelsblatt“ Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rücken.
Schnelle Klärung in der Union
Zu den Auswirkungen des Wechsels auf die Koalition sagte Hubig, es sei gut, dass die Union schnell für Klarheit gesorgt habe. Die gemeinsame Arbeit müsse schließlich weitergehen.
Persönliche Worte zum Rücktritt von Jens Spahn
Erstmals äußerte sich die Justizministerin auch persönlich zum Rücktritt von Spahn nach dem Leihmutter-Eklat. „Jens Spahn sei immer ein Vollblutpolitiker gewesen“, sagte Hubig. Sein Rücktritt sei gewiss keine leichte Entscheidung gewesen. Sie könne aber „sehr gut nachvollziehen, dass er sich in dieser Situation für seine Familie entschieden“ habe.